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ISL und Frosta starten Forschungsprojekt zur Optimierung der Distributionslogistik für Tiefkühlprodukte

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Ende Januar fand bei der Frosta AG in Bremerhaven das Kick-off Meeting des sogenannten „Loko-TK“-Projektes statt. Das Forschungsprojekt soll Wege finden, die Distributionslogistik für Tiefkühlprodukte in Bremerhaven zu optimieren. Die Bremerhavener Gesellschaft für Investitionsförderung und Stadtentwicklung mbH (BIS) fördert das hinter dem Projekt stehende Konsortium, bestehend aus der Frosta AG und dem Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL) im Rahmen des Programms zur „Förderung der Forschung, Entwicklung und Innovation“ (FEI) des Bremer Senators für Wirtschaft, Arbeit und Häfen über eine Laufzeit von 24 Monaten.

Die Frosta AG betreibt in Deutschland und Polen vier Werke mit unterschiedlichen Produkten, die europaweit verteilt werden. Die Distribution findet derzeit ausschließlich per LKW statt, da Ganzzüge nicht auszulasten sind, die Transportzeit für Binnenschiffstransporte zu lang ist und bei den Warenempfängern häufig nicht die notwendige Infrastruktur vorhanden ist.

In der Distributionslogistik für Tiefkühlprodukte bestehen deutliche Optimierungspotenziale. Obwohl Wettbewerber ihre Produktionsstätten oft in räumlicher Nähe betreiben, findet eine Zusammenarbeit in diesem Bereich heute nicht statt, obwohl die Kundenstruktur und damit verbunden die entsprechenden Lieferwege sehr ähnlich sind. Dieser Zustand bringt erhebliche ökonomische und ökologische Nachteile mit sich.

Der LoKo-TK-Projektansatz liegt darin, einen Logistik-Kollaborationsansatz zwischen verschiedenen Unternehmen der Tiefkühlbranche zu konzipieren und zu erproben und damit eine innovative Dienstleistung zu entwickeln, um die o.g. Nachteile zu verringern. Bestandteile des Projekts sind u.a. das prototypisch zu entwickelnde Software-Tool LoKoST, das strategische Überlegungen zur Kollaboration unterstützt, indem es bei der Konzeption und permanenten Überprüfung dieser Dienstleitung auf strategischer Ebene assistiert sowie ein Verfahren zum finanziellen Ausgleich von Vor- und Nachteilen der Kollaborationspartner.

Bezogen auf die Logistik stehen unterschiedliche Fragestellungen im Mittelpunkt, z.B. die Organisation optimaler Rundreisen, die besten Tourenplanungen bzgl. Sammelstrategien oder Auslieferungsprobleme in Städten bis hin zur Simulation.

In Bremerhaven (bzw. allgemein in Norddeutschland) sind viele Hersteller von Tiefkühl- und Frischeprodukten angesiedelt, die ihre Distributionslogistik unabhängig voneinander planen und abwickeln. Dies verursacht u.a. schlecht ausgelastete Fahrzeuge, das mehrfache Anfahren identischer Kunden bzw. Anlieferadressen durch mehrere Hersteller mit verschiedenen Fahrzeugen, mit den damit verbundenen erheblichen ökonomischen und ökologischen Nachteilen. Eine Optimierung dieses Zustands ist nicht nur unter den Aspekten Kosten und Nachhaltigkeit der Unternehmen, sondern auch unter dem politischen Gesichtspunkt „Klimastadt Bremerhaven“ erstrebenswert.

Quelle + Bildquelle: ISL

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