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Siemens installiert innovative Gepäckförderanlage am Flughafen Paris-Charles de Gaulle

Siemens: Gepäckförderanlage am Flughafen Paris-Charles de Gaulle

Siemens Postal, Parcel & Airport Logistics (SPPAL) hat einen umfangreichen Auftrag zur Installation einer hochmodernen Gepäckförderanlage am internationalen Flughafen Paris-Charles de Gaulle erhalten. Auftraggeber ist der Flughafenbetreiber Groupe Aéroports de Paris (ADP), der zu den Weltmarktführern im Design, Bau und Betrieb von Flughäfen gehört. Der Kunde profitiert vom gesamten Portfolio innovativer Produkte und Lösungen, die Siemens speziell für große Transferflughäfen anbietet. Der Lieferumfang reicht vom Kippschalensorter über die neue Tray-Technologie bis zu intelligenten Software-Anwendungen zur Steuerung der Gepäckförderanlage.

Mit der schlüsselfertigen Gepäckförderanlage automatisiert und beschleunigt Siemens die Abfertigung von Transfergepäck in Terminal 2E und F sowie in den beiden Satelliten S3 und S4, die von der Fluglinie Air France genutzt werden. Der internationale Flughafen Paris-Charles de Gaulle hat im Jahr 2016 rund 66 Millionen Passagiere abgefertigt und ist damit der zweitgrößte Flughafen Europas und der achtgrößte weltweit.

„Wir freuen uns über den strategisch wichtigen Auftrag aus Frankreich“, sagt Michael Reichle, CEO von Siemens Postal, Parcel & Airport Logistics. „Siemens hat am Flughafen Paris-Charles de Gaulle bereits die Gepäckförderanlage Tri Bagages Est (TBE) in Terminal 2E und F installiert. Unser langjähriger Vertrag zu Betrieb und Wartung der Anlage unterstreicht die hervorragende Zusammenarbeit mit ADP“, so Reichle weiter.

Christophe Bardin, Leiter Baggage Handling Systems Projects am Flughafen Paris-Charles de Gaulle bei ADP, ergänzt: „Rund ein Drittel unserer Fluggäste hat einen Anschlussflug gebucht und nutzt Paris als Hub-Airport. Die schnelle und effiziente Abfertigung von Transfergepäck ist entscheidend für die Einhaltung der kürzest möglichen Umsteigedauer (Minimum Connecting Time, MCT) und damit ein echtes Aushängeschild für unseren Flughafen.“

In der Siemens-Anlage übernehmen zwei innovative Kippschalensorter „Variosort TTS 1100“ die Vorsortierung des Gepäcks im Satellitengebäude S3. Sie sind speziell für die zuverlässige Abfertigung von großen Gepäckmengen ausgelegt. Im Verbindungstunnel zwischen den Satelliten S3 und S4 richtet Siemens eine „Variotray“-Hochgeschwindigkeitsstrecke ein. In dem 400 Meter langen Tunnel erreichen die Behälter ein Spitzentempo von fünf Metern pro Sekunde. Die Anlage ist bewusst redundant ausgelegt, um die höchstmögliche Flexibilität und Verfügbarkeit zu sichern.

Die Hauptsortierung des Gepäcks im Satellitengebäude S4 erfolgt ebenfalls mit den neuen VarioTrays. Die schnelle und durchsatzstarke Lösung zeichnet sich durch ihre besondere Energieeffizienz aus: Die Fördergurte der Trays werden über Rollen geführt, um Gleitreibung zwischen Gurt und Förderer zu vermeiden. Das deutlich reduzierte Gewicht der neuen Trays unterstützt eine weitere Senkung der Energiekosten. Durch die robuste Konstruktion mit Führungsrolle ist die Abnutzung extrem gering. Damit ist die Betriebszeit überdurchschnittlich lang; das wirkt sich ebenfalls positiv auf die Lebenszykluskosten aus.

Zur temporären Aufbewahrung von Transfergepäck implementiert SPPAL einen tray-basierten Frühgepäckspeicher (Early Bag Store, EBS). Er bietet in einem Hochregallager Speicherkapazitäten für 2.500 Gepäckstücke. Mit dem neuartigen Lift&Run-System ist die Siemens-Lösung deutlich flexibler und effizienter als vergleichbare Anlagen, da Lifte die vertikalen und Shuttles die horizontalen Bewegungen ausführen. Die Bewegungen werden unabhängig voneinander und gleichzeitig durchgeführt. Derzeit stattet Siemens die internationalen Flughäfen im südchinesischen Guangzhou sowie in Incheon (Südkorea) mit Frühgepäckspeichern dieser Art aus; in Dubai International ist die Lösung bereits seit längerem erfolgreich im Einsatz.

Mit leistungsfähigen Software-Anwendungen ermöglicht Siemens die intelligente Prozesssteuerung in der gesamten Gepäckförderanlage. Dazu gehört beispielsweise eine speicherprogrammierbare Steuerung (programmable logic controller, PLC) sowie ein SCADA-System zur computerbasierten Überwachung und Steuerung aller technischen Prozesse.

Neben Paris zählen 13 weitere der Top-20 Passagierflughäfen zu den Kunden von SPPAL. Über 900 Millionen Passagiere durchlaufen diese Flughäfen pro Jahr – also mehr als jeder vierte Passagier weltweit. Die Erfolgsbilanz umfasst darüber hinaus langjährige Betriebs- und Wartungsverträge mit fast 40 Flughäfen.

Quelle + Bildquelle: SPPAL

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