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Acunis baut Cargoterminal am Flughafen Nairobi

Acunis: Visualisierung Cargoterminal Kenia

Der Logistikdienstleister Mitchell Cotts erweitert seine Kapazitäten am Flughafen Nairobi im ostafrikanischen Kenia: Zum Umschlag von leicht verderblichen und allgemeinen Gütern hat das Unternehmen ein neues Cargoterminal in Auftrag gegeben, das in der ersten Ausbaustufe für einen Jahresdurchsatz von 80.000 Tonnen ausgelegt ist. Eine Erweiterung auf 150.000 Tonnen pro Jahr ist bereits geplant. Die Projektumsetzung verantwortet Acunis, das auf Air-Cargo-Intralogistik spezialisierte Joint Venture von Unitechnik und Amova. Die Übergabe des insgesamt 9.000 Quadratmeter großen Terminals ist für September 2018 vorgesehen.

Mitchell Cotts ist eines der größten Logistikunternehmen in Kenia. Das neue Cargoterminal am Jomo Kenyatta International Airport in Nairobi erlaubt dem Dienstleister künftig einen schnelleren und effizienteren Im- und Export unterschiedlichster Arten von Gebrauchsgütern. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Export verderblicher Ware wie Obst, Gemüse und Gewürze. Eine weitere Herausforderung bei der Errichtung des neuen Terminals besteht darin, alle erforderlichen Bereiche, wie getrennte Lager für Import und Export sowie die Zollabfertigung, auf der relativ geringen Gesamtfläche zu integrieren. Das Lösungskonzept sieht eine Gliederung der Anlage in zwei separate, nahezu identisch aufgebaute Lagerbereiche vor, einen für allgemeine Güter und einen für verderbliche Ware. Letzterer ist in einer Kühlhalle installiert, die eine Temperaturregulierung bis zu einer Tiefsttemperatur von zwei Grad Celsius erlaubt.

Die Lagerbereiche umfassen jeweils ein Hochregallager (HRL), ein Europalettenlager, ein Kleinteilelager sowie einen Bereich für Sperrgut. Im HRL werden Luftfrachtcontainer (Unit Load Devices, ULD) bis zu einer Größe von 15 Fuß und einem Maximalgewicht von 6,8 Tonnen bevorratet. Um den vorhandenen Platz bestmöglich auszunutzen, wird das HRL mit einem Versatz ausgeführt, sodass es auf der Landseite drei und auf der Luftseite vier Ebenen hoch ist. Zur Ein- und Auslagerung der ULDs in bis zu zehn Metern Höhe kommen zwei Elevating Transfer Vehicles (ETV) von Acunis zum Einsatz. Darüber hinaus liefert der Air-Cargo-Spezialist für den Innenausbau des Terminals auch Fördertechnik, wie Rollenbahnen und Flurfördergeräte, Arbeitsstationen sowie Be- und Entladebrücken für Lkw.

Uniware steuert Warenbewegungen

Die Lagerverwaltung übernimmt das Warehouse-Management-System Uniware. Die Software ermöglicht jederzeit einen Überblick über alle manuellen und automatischen Lagerbereiche und steuert die Warenbewegungen in Vereinnahmung, Lager, Build-up und Break-down. ULDs werden direkt beim Eintreffen im Cargoterminal von der Software erfasst und während des gesamten Frachtflusses durch die Anlage überwacht. Die rechtzeitige Bereitstellung der Frachtcontainer für den nächsten Flug gewährleistet eine zügige Beladung der Frachtflieger. Die stufenlos zoombare Anlagenvisualisierung in UniWare ermöglicht außerdem jederzeit einen detaillierten Überblick über die gesamte Anlage und die darin ablaufenden Warenströme.

Spezialist für schlüsselfertige Cargologistik

Acunis hat sich auf die Planung und das Engineering von Luftfrachtterminals spezialisiert und wurde 2015 von den beiden Branchenspezialisten Unitechnik und Amova gegründet. Mit dem neuen Cargoterminal in Kenia realisiert das Joint Venture bereits das zweite Projekt auf dem afrikanischen Kontinent. Zurzeit baut Acunis für Ethiopian Airlines das größte Cargoterminal Afrikas am Flughafen Addis Abeba.

Quelle + Bildquelle: Acunis

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