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Jungheinrich erfüllt Prognose

Jungheinrich: Konzernzentrale

Der Jungheinrich-Konzern hat das Geschäftsjahr 2016 erfolgreich abgeschlossen und ein starkes Wachstum erzielt. Wachstumstreiber war dabei insbesondere das Neugeschäft inklusive der Sparte „Logistiksysteme“. Bei Auftragseingang, Umsatz und Produktion sowie allen Ergebnisgrößen wurden neue Höchstwerte erzielt. Auch in den ersten beiden Monaten des laufenden Jahres wurden die wichtigen Kennzahlen deutlich gesteigert.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat der Jungheinrich-Konzern seine Wachstumsstrategie konsequent weiterverfolgt. Der Erfolg dieser Strategie zeigt sich in zweistelligem Wachstum bei Auftragseingang, Umsatz sowie EBIT. Zudem konnte der Marktanteil weltweit gesteigert werden. Neben der guten operativen Leistung ist der Jungheinrich-Konzern im Berichtsjahr 2016 auch strategisch weiter vorangekommen: Der Umsatz in der Sparte „Logistiksysteme“ wurde um 16 Prozent auf 441 Millionen Euro gesteigert.

Dieses Wachstum resultierte zu etwas mehr als der Hälfte aus der erstmalig ganzjährigen Einbeziehung der MIAS, einem Spezialisten für Regalbediengeräte und Lastaufnahmemittel. Mit dem Erwerb des Händlergeschäftes in Chile hat Jungheinrich darüber hinaus seine weltweite Präsenz im Direktvertrieb gestärkt. Zum Ausbau des Mietgeschäftes wurde mit dem größten chinesischen Hersteller von Flurförderzeugen, Anhui Heli Co. Ltd., ein Joint Venture für die Vermietung von Fahrzeugen im chinesischen Markt gegründet.

Europa treibende Kraft am Markt

Der Weltmarkt für Flurförderzeuge entwickelte sich 2016 im Vergleich zum Vorjahr positiv und wuchs um sieben Prozent. Treibende Kraft war der europäische Markt, der um 13 Prozent zulegte. Russland war nach dem starken Einbruch in den vergangenen Jahren wieder auf Wachstumskurs (+37 Prozent). Der asiatische Markt verzeichnete ein ordentliches Plus von sieben Prozent, während die Nachfrage in China sogar um 14 Prozent stieg. Ausschlaggebend für das Auseinanderfallen dieser Wachstumsraten war die unterschiedlich starke Nachfrageentwicklung nach verbrennungsmotorischen Gegengewichtsstaplern. Das Marktvolumen in Nordamerika lag mit zwei Prozent über dem Vorjahreswert.

Auftragseingang über Vorjahreswert

Der stückzahlbezogene Auftragseingang im Neugeschäft, der die Bestellungen für Neufahrzeuge einschließlich der für Mietgeräte enthält, lag mit 109.000 Fahrzeugen zwölf Prozent über dem Vorjahreswert (97.000 Fahrzeuge) und damit deutlich über der Entwicklung des Weltmarktes. Jungheinrich steigerte mit dieser Leistung seinen Weltmarktanteil auf 9,1 Prozent (Vorjahr: 8,7 Prozent). Der wertmäßige Auftragseingang des Jungheinrich-Konzerns, der alle Geschäftsfelder umfasst, lag 2016 mit 3.220 Millionen Euro um 14 Prozent über dem Vorjahreswert (2.817 Millionen Euro). Der Auftragsbestand des Neugeschäftes zum 31. Dezember 2016 betrug 610 Millionen Euro (Vorjahr: 477 Millionen Euro). Die Auftragsreichweite lag damit bei vier Monaten.

Die Produktionsstückzahlen 2016 überstiegen mit 106.000 Fahrzeugen den Vorjahreswert von 91.000 Fahrzeugen um 16 Prozent. Zum ersten Mal lag damit die Produktion über 100.000 Stück.

Neugeschäft steigt überproportional

Der Konzernumsatz stieg im Geschäftsjahr 2016 um zwölf Prozent auf 3.085 Millionen Euro (Vorjahr: 2.754 Millionen Euro). Alle Geschäftsfelder trugen zum Umsatzwachstum bei. Insbesondere das Neugeschäft stieg im Geschäftsjahr 2016 überproportional von 1.539 Millionen Euro im Vorjahr um 15 Prozent auf 1.763 Millionen Euro. Die Erlöse im Inland nahmen um sieben Prozent auf 753 Millionen Euro (Vorjahr: 701 Millionen Euro) zu. Die Auslandsumsätze kletterten um 14 Prozent auf 2.332 Millionen Euro (Vorjahr: 2.053 Millionen Euro). Die Auslandsquote erhöhte sich damit auf 76 Prozent (Vorjahr: 75 Prozent). Der Anteil des außereuropäischen Umsatzes am Konzernumsatz stieg auf 13 Prozent (Vorjahr: elf Prozent).

EBIT steigt um zehn Prozent

Aufgrund der hohen Produktionsstückzahlen und der anhaltend guten Entwicklung in allen Geschäftsfeldern stieg das Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) um zehn Prozent auf 235 Millionen Euro (Vorjahr: 213 Millionen Euro). Es enthält einen positiven Einmaleffekt in Höhe von 4,7 Millionen Euro, der sich aus der Endkonsolidierung der Boss Manufacturing Ltd., Großbritannien, im zweiten Quartal 2016 ergab. Die EBIT-Rendite (EBIT-ROS) betrug 7,6 Prozent (Vorjahr: 7,7 Prozent). Das Ergebnis vor Steuern (EBT) lag mit 216 Millionen Euro um neun Prozent über dem Vorjahr (198 Millionen Euro). Die EBT-Rendite (EBT-ROS) erreichte sieben Prozent (Vorjahr: 7,2 Prozent).

Vorstand und Aufsichtsrat der Jungheinrich AG tragen dieser Entwicklung Rechnung und werden der Hauptversammlung am 16. Mai 2017 vorschlagen, eine gegenüber dem Vorjahr höhere Dividende in Höhe von 0,42 Euro je Stammaktie (Vorjahr: 0,38 Euro / rückwirkend angepasst wegen des am 22. Juni 2016 umgesetzten Aktiensplits) und von 0,44 Euro je Vorzugsaktie (Vorjahr: 0,40 Euro / rückwirkend angepasst wegen des am 22. Juni 2016 umgesetzten Aktiensplits) auszuschütten. Dies entspricht einer Steigerung der Dividende je Vorzugsaktie um zehn Prozent.

Mitarbeiterzahl erreicht Höchststand

Die Mitarbeiterzahl erreichte per 31. Dezember 2016 mit 15.010 Beschäftigten einen Höchststand (Vorjahr: 13.962 Beschäftigte), davon 8.499 Beschäftigte im Ausland (Vorjahr: 7.884 Beschäftigte) und 6.511 Beschäftigte im Inland (Vorjahr: 6.078 Beschäftigte). Durch Unternehmenserwerbe und Gesellschaftsgründungen sind dabei insgesamt 186 Mitarbeiter hinzugekommen.

In der Metropolregion Hamburg beschäftigte Jungheinrich 2.962 Mitarbeiter zum 31. Dezember 2016 (Vorjahr: 2.709 Mitarbeiter), davon 1.293 Mitarbeiter am Standort Norderstedt (Vorjahr: 1.224 Mitarbeiter). Die Zahl der Beschäftigten am Standort Moosburg (inklusive Werk Degernpoint) stieg auf 1.286 Mitarbeiter (Vorjahr: 1.164 Mitarbeiter).

Jungheinrich hat 2016 die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten zum Ausbau der technologischen Kompetenz und zur Differenzierung gegenüber dem Wettbewerb weiter vorangetrieben. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung, einschließlich der Inanspruchnahme von Leistungen Dritter, erreichten mit 62 Millionen Euro erneut einen Spitzenwert (Vorjahr: 55 Millionen Euro).

Markt wächst auch 2017 weiter

Für das Jahr 2017 geht Jungheinrich davon aus, dass der Weltmarkt für Flurförderzeuge weiter wachsen wird, allerdings weniger dynamisch als im Vorjahr. Das Marktvolumen in Europa dürfte zunehmen. Jungheinrich erwartet einen Anstieg im mittleren einstelligen Prozentbereich und damit ebenfalls eine geringere Dynamik als im Jahr 2016. In Asien sollte ein solides Marktwachstum erreichbar sein. Für den nordamerikanischen Markt dürfte sich die gute Nachfrage nach elektromotorischen Flurförderzeugen fortsetzen. Vor dem Hintergrund einer ordentlichen wirtschaftlichen Entwicklung könnte die rückläufige Marktentwicklung bei verbrennungsmotorischen Gegengewichtsstaplern dort abgemildert werden.

Der Weltmarkt für Flurförderzeuge lag mit 205.600 Fahrzeugen bis Ende Februar 2017 deutlich über dem Vorjahresniveau (167.100 Fahrzeuge). Das Marktvolumen in Europa, dem Hauptabsatzmarkt für Jungheinrich, stieg in der gleichen Zeit um elf Prozent auf 72.300 Fahrzeuge (Vorjahr: 65.000 Fahrzeuge).

Quelle + Bildquelle: Jungheinrich

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