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DHL, Siemens und AXIT beweisen im Live-Experiment: „Same Day Production & Delivery“ ist möglich

Ersatzteile am selben Tag zu produzieren und an Kunden auszuliefern, könnte schon bald zum Standard in der Industrie werden. „Same Day Production & Delivery“ ist möglich, wenn die Kommunikation zwischen Produktion und Logistik vollkommen automatisiert wird. Das hat die Deutsche Post DHL gemeinsam mit den IT Unternehmen AXIT und evosoft, beide gehören zum Siemens-Konzern, sowie Siemens Mobility, Intelligent Traffic Systems in einer bislang einzigartigen Live-Demo bewiesen.

Das Live Experiment fand im Rahmen einer Kundenveranstaltung des IT-Dienstleisters AXIT statt und konnte von den über 100 Teilnehmern online und in Echtzeit über Monitore am Veranstaltungsort in Frankenthal verfolgt werden. Gezeigt wurde der Weg eines dringend benötigten Ersatzteils von der Bestellung über die Produktion bis zur Zustellung – an nur einem Tag. In einem durchgehend digitalisierten, automatisierten Prozess arbeiteten alle Beteiligten, Maschinen und Menschen, reibungslos zusammen, indem sie moderne Tools der Digitalisierung wie Internet of Things, Cloud und Analytics nutzen. Als zentrales Kontroll- und Steuerungsinstrument (Control Tower) diente die Cloud-basierte IT-Plattform AX4 des Betreibers AXIT.

„Wer die Vorteile der Digitalisierung verdeutlichen will, muss sie greifbar machen und neue Ideen auch einfach ausprobieren“, kommentierte Frauke Heistermann, Mitglied der AXIT Geschäftsleitung, das Vorzeigeprojekt. So konnten die über 100 Forumsteilnehmer aus Industrie, Handel und Logistik während der gesamten Veranstaltung in einer Live-Demo verfolgen, wie der Informationsaustausch zwischen Mensch und Maschine digital verläuft und Prozesse perfekt ineinandergreifen.

Für das Live-Experiment wurde – auf Basis der Idee einer Microfactory – ein Produktionsauftrag von der Logistikplattform AX4 an eine Produktionsmaschine übermittelt. Über machine-to-machine-Kommunikation (M2M) konnte im „Industrie 4.0-Test- und Applikationszentrum“ des Partners evosoft in Nürnberg unter anderem sichergestellt werden, dass die notwendige Produktionskapazität vorhanden ist und die Maschine den Auftrag in der vorgegebenen Zeit erledigen kann. Während des Herstellungsprozesses meldete die Maschine in Echtzeit den aktuellen Stand des Produktionsauftrags an AX4. Nach der Meldung zur Fertigstellung wurde über die Cloud-basierte IT-Plattform – ebenfalls vollautomatisch – ein Transportauftrag angelegt. Schließlich holte Deutsche Post DHL die bereits mit einem Paketlabel versehene Sendung ab und stellte sie nur vier Stunden nach Auftragserteilung in Frankenthal zu. Die letzte Meile in der Zustellung erfolgte dabei mit einem Elektro-Streetscooter.

Die vernetzte, automatisierte Zusammenarbeit aller Beteiligten wurde während der Kundenveranstaltung live dokumentiert und war mit jeder Prozessphase jederzeit für alle Teilnehmer online nachvollziehbar und transparent. Über die App von Siemens Mobility, Intelligent Traffic Systems konnte der Sendungsverlauf auf einer Karte nachvollzogen werden. Die Einbindung aktueller Verkehrsinformationen ermöglichte eine jederzeitige Transparenz zum Ankunftszeitpunkt. Trotz Stau konnte das produzierte Ersatzteil punktgenau zum Ende der AXIT Kundenveranstaltung im Plenum der Zuhörer zugestellt werden.

„Das Beispiel zeigt, dass die taggleiche Produktion und Zustellung von dringend benötigten Produkten gelingt, wenn Prozesse durchgehend digitalisiert sind, reibungslos ineinander greifen und ein Netz von Produktionsmaschinen bzw. 3D-Druckern mit den logistischen Prozessen vernetzt werden kann“, so Heistermann.

Unter www.axit.de/live-experiement hat AXIT ein Video zu diesem Live-Experiment veröffentlicht.

Quelle: AXIT

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