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Neue Optionen und Geschäftsmodelle verändern den KEP-Markt

MRU

Nach wie vor sind Online-Bestellungen von Konsumenten der größte Treiber des deutschen Kurier-, Express- und Paketmarktes (KEP). 2015 wurden knapp 1,3 Milliarden Pakete an Privatempfänger zugestellt und ein Ende des Wachstumstrends ist derzeit nicht in Sicht. Für 2016 wird sogar ein Anstieg von rund 12 Prozent auf über 1,4 Mrd. B2C Sendungen prognostiziert. Damit ist der Paketmarkt der mit Abstand wichtigste Treiber des sogenannten KEP-Marktes. Mittlerweile profitieren aber auch Express- und Kurierunternehmen vom Wachstum des E-Commerce.

Im Rahmen einer für die Regulierungsbehörde verfassten Studie haben die KEP-Spezialisten der MRU GmbH nachgewiesen, dass 2015 insgesamt über 2,3 Milliarden Pakete – inklusive der sogenannten B2B-Sendungen – befördert wurden. Eine Verlangsamung des Aufwärtstrends ist derzeit nicht absehbar. Für 2016 wird ein Zuwachs auf 2,5 Milliarden Sendungen erwartet und langfristig, bis 2025, wird das Paketvolumen der Untersuchung zufolge auf bis zu 4,5 Mrd. Sendungen ansteigen.

Dabei hat sich auch das internationale Geschäft als weiterer Wachstumstreiber des Marktes etabliert. 2015 wurden bereits knapp 350 Millionen Sendungen im grenzüberschreitenden Geschäft befördert und damit ein Umsatz von 4,7 Milliarden Euro erzielt.

Insgesamt beförderten Kurier-, Express- und Paketdienste 2015 über 2,8 Mrd. Sendungen. 2016 wird das Aufkommen voraussichtlich dann erstmals die Marke von 3 Mrd. überschreiten und für die Jahre 2017 und 2018 wird mit einem Anstieg des Aufkommens auf über 3,2 bzw. 3,4 Mrd. Sendungen gerechnet.

Schon jetzt ist erkennbar, dass neue Liefermodelle die Nachfrage zusätzlich stimulieren. In diesem Zuge ist eine Atomisierung der Lieferlösungen auf der sogenannten letzten Meile zu beobachten. Die Analyse dieser Entwicklung zeigt, dass die neuen Lieferoptionen zu erheblichen Wanderungsbewegungen zwischen den Segmenten des KEP-Marktes führen. 2015 belief sich dieses Volumen auf rund 70 Mio. Sendungen. Aufgrund der hohen Dynamik wird diese Zahl bereits 2017 im niedrigen dreistelligen Millionenbereich liegen und mittelfristig auf rund 1 Milliarde Sendungen ansteigen.

Bei Interesse kann die Studie auf der Webseite der Bundesnetzagentur oder der MRU  heruntergeladen werden.

Quelle: MRU

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