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KEP-Studie 2017: Wachstum im KEP-Markt nimmt weiter Fahrt auf

BIEK: KEP-Studie 2017

Das Wachstum nimmt weiter Fahrt auf: 2016 haben die Kurier-, Express- und Paketdienstleister (KEP) in Deutschland erstmals innerhalb eines Jahres mehr als drei Milliarden Sendungen befördert. Das zeigt die KEP-Studie 2017, die der Bundesverband Paket und Expresslogistik (BIEK) gestern in Berlin vorgestellt hat. Dabei nahm die Bedeutung von B2C- und internationalen Sendungen nochmals zu. Was könnte vor diesem Hintergrund der Brexit für die KEP-Branche bedeuten? Antworten liefert der Bundesverband Paket und Expresslogistik.

Das KEP-Sendungsvolumen stieg 2016 um 7,2 Prozent auf 3,16 Milliarden Sendungen. Das entspricht mehr als 10 Millionen Sendungen pro Zustelltag. Der Gesamtumsatz der KEP-Branche kletterte auf 18,5 Milliarden Euro (+6,2 Prozent). 2016 arbeiteten in der KEP-Branche rund 219.400 Menschen – 10.000 Beschäftigte mehr als im Vorjahr.

Mehr E-Commerce, mehr KEP

Vor allem B2C-Sendungen trugen zum Wachstum bei: Es wurden 13,2 Prozent mehr B2C-Sendungen verschickt. Zum Vergleich: Das Vorjahreswachstum lag bei 10,1 Prozent. Auch die B2B-Sendungen setzten ihren Wachstumskurs fort, wenn auch weniger stark: Ihr Plus liegt bei 0,6 Prozent. Die internationalen Paketsendungen konnten ein Wachstum von 8,7 Prozent verzeichnen. Im Jahr 2017 ist mit einem Wachstum des gesamten Sendungsvolumens von sechs Prozent zu rechnen, also etwa 180 Millionen zusätzlichen Sendungen. Wesentliche Treiber dieses Erfolges sind vor allem der zunehmende nationale und grenzüberschreitende Online-Handel sowie die stabile Lage der deutschen und internationalen Wirtschaft.

Was bringt der Brexit?

Internationale KEP-Sendungen werden immer wichtiger. Was bedeutet vor diesem Hintergrund der Brexit für die KEP-Branche? Immerhin war Großbritannien im Jahr 2016 der fünftwichtigste Handelspartner Deutschlands. Einschränkungen des Freihandels durch mehr Protektionismus oder der Rückzug aus Handelsabkommen und einheitlichen Wirtschaftsräumen haben Konsequenzen: Sie führen zu Effizienzverlusten und Kostensteigerungen im internationalen Handel und damit zu Wohlfahrtseinbußen bei beiden Handelspartnern. Eine erste Abschätzung der mit dem Brexit verbundenen Mehrkosten für den KEP-Markt ergibt 150 bis 200 Millionen Euro in Deutschland und Großbritannien. Für die Berechnung der zusätzlichen Transaktionskosten wurde die Zollabfertigung an vergleichbaren Destinationen betrachtet, darunter die System- und Informationskosten, die Kosten der Dokumentation und Abrechnung sowie der Personalbedarf.

Florian Gerster, Vorsitzender des Bundesverbandes Paket und Expresslogistik: „Die Kurier-, Express- und Paketdienstleister in Deutschland haben es 2016 geschafft, die Schallmauer von drei Milliarden Sendungen zu durchbrechen. Eine außerordentliche Leistung, die unter anderem zeigt, dass KEP-Dienste für den weltweiten E-Commerce unerlässlich sind. Und die Perspektiven sind gut. Denn selbst wenn unsere Branche Unplanbares im Griff behalten muss, wird unser Wachstum weitergehen. Das gilt sowohl für Sendungsvolumina als auch für Umsätze und nicht zuletzt für die Anzahl an Jobs, die wir hierzulande schaffen.“

Die jährlich veröffentlichte KEP-Studie, die die Ke-Consult Kurte & Esser GbR im Auftrag des BIEK erstellt, zeigt ein aktuelles und umfassendes Bild der Marktentwicklung, der Trends und der wirtschaftlichen Bedeutung der gesamten KEP-Branche in Deutschland.

Quelle + Bildquelle: BIEK

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