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BSH Hausgeräte GmbH tritt SPC bei

BSH: Logistik

Das ShortSeaShipping Inland Waterway Promotion Center (SPC) bekommt Verstärkung aus dem Verladerkreis: Die BSH Hausgeräte GmbH ist dem Trägerverein des SPC dieser Tage beigetreten. Der größte Haushaltsgerätehersteller in Europa setzt in seiner Logistikstrategie auf einen ausgewogenen Verkehrsträgermix, bei dem der Kurzstreckenseeverkehr (KSSV) eine wichtige Rolle spielt.

Bei der BSH haben Shortsea-Verkehre und multimodale Verkehre schon seit langer Zeit ihren festen Platz bei der Abbildung nachhaltiger Transportketten. Nun hat sich das im Kurzstreckenseeverkehr sehr aktive Unternehmen entschlossen, dieses Engagement durch eine Mitgliedschaft im SPC zum Ausdruck zu bringen. „Für die Optimierung multimodaler Verkehre ist es wichtig, dass der Blick auf die Prozesse ganzheitlich und aus verschiedenen Perspektiven erfolgt. Als namhafter Verlader kennen wir die Anforderungen, Bedürfnisse und Herausforderungen bei der Organisation nachhaltiger Transporte. Diese Kompetenz wollen wir in das Netzwerk einbringen, und damit einen Beitrag leisten, um das System des KSSV noch attraktiver für Handel und Produktion zu gestalten“, sagt Andreas Tonke, Leiter des Transportmanagements bei BSH.

Bezogen auf sein Unternehmen lautet ein Ziel für die Shortsea-Verkehre, neue Relationen zu etablieren. Potenzial sieht er auf den Strecken Richtung England, Skandinavien und Russland. Schon heute nimmt der KSSV im Verkehrsträgermix der BSH einen wichtigen Stellenwert ein. Im europäischen Export werden 13 Prozent über diesen Verkehrsträger abgedeckt. 33 Prozent entfallen auf die Bahn und 54 Prozent auf den LKW. Bei dem Haushaltsgerätehersteller werden Shortsea-Verkehre bereits seit Jahren als permanente Alternative zum LKW auf verschiedensten Verbindungen quer durch Europa genutzt. Darunter sind die Wirtschaftsräume Polen, Spanien und England. Am wassernahen Produktionsstandort in der Türkei (Çerkezköy) sei es sogar gelungen, 75 Prozent des Exports nach Europa über Shortsea-Verkehre abzubilden, zeigt Tonke beispielhaft auf, was möglich ist, wenn die Rahmenbedingungen stimmen.

Der SPC-Vorstandsvorsitzende Knut Sander sieht die Position der Verlader im Kompetenznetzwerk durch den Beitritt von BSH weiter gestärkt. „Es ist wichtig, mit den Akteuren, die über die Ladungsströme entscheiden, auf Augenhöhe zu diskutieren. Dazu bildet unsere neutrale Plattform die idealen Voraussetzungen“, unterstreicht Sander. Besonders freut ihn, mit BSH einen Innovations- und Impulsgeber für nachhaltige Verkehre, im SPC zu begrüßen. Damit passe das Unternehmen hervorragend zu SPC-Mitgliedern BASF, Tchibo, K + S und Liebherr bei denen die Nachhaltigkeit der Logistik ebenfalls ihren festen Platz in der Unternehmensstrategie hat.

Tonke hat konkrete Ansätze, wie es gelingen kann, mehr Verkehre auf den KSSV zu ziehen. „Die Attraktivität der nachhaltigen Transporte lässt sich weiter steigern, indem wir gemeinsam daran arbeiten, die Verzahnung der Transportketten zu verbessern, die Frequenzen zu erhöhen und die Wartezeiten an den Umschlag- und Sammelpunkten zu reduzieren.“ Auch die Erfolgsfaktoren für die Umsetzung solcher Projekte nennt der Leiter des Transportmanagements. Dazu gehören für ihn: Das Schaffen von Stabilität in den Logistikprozessen, langfristige Partnerschaften und ein gesunder Verkehrsträgermix.

Quelle: SPC, Bildquelle: BSH

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