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Hafen Antwerpen weiter auf Wachstumskurs

Hafen Antwerpen: Jacques Vandermeiren

In den ersten sechs Monaten dieses Jahres hat der Hafen Antwerpen mehr als 111 Millionen Tonnen Fracht umgeschlagen. Das entspricht einem Wachstum von 2,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Mit einem Plus von 2,5 Prozent in der Tonnage und 1,9 Prozent in TEU hat sich die Containerfracht erneut weiterentwickelt. Auch beim Flüssiggut hat sich das anhaltende Wachstum mit einem Zuwachs von 1,8 Prozent bis Ende Juni fortgesetzt.

Nach den Rekorden der vergangenen Jahre stimmt diese Entwicklung zuversichtlich. „Wir haben dieses Wachstum auf der Basis bereits herausragender Ergebnisse während der letzten Jahre erzielt“, sagte Jacques Vandermeiren, CEO der Antwerp Port Authority. „Antwerpen war 2016 einer der wenigen Häfen der Hamburg-Le Havre-Range, die ein Wachstum verzeichnen konnten. Deshalb haben wir allen Grund, mit den erneut positiven Zahlen zufrieden zu sein.” Er mahnte aber zugleich: „Wir müssen auch weiter vorausschauen; die Volumina machen den Bedarf an zusätzlichen Containerkapazitäten im Hafen von Antwerpen deutlich. Wir werden alles Notwendige tun, um den Hafenunternehmen Raum für weiteres Wachstum zu geben. Denn sie schaffen Arbeitsplätze, nicht nur im Hafen selbst, sondern weit darüber hinaus. Wir müssen diesen Motor für Jobs in Flandern auch in Zukunft kräftig unterstützen“, betonte er.

Der Containerumschlag ist in der ersten Jahreshälfte um 2,5 Prozent auf über 61 Millionen Tonnen gestiegen. Gemessen in Standardcontainern (Twenty-Foot Equivalent Unit) entspricht das einem Wachstum von 1,9 Prozent auf über fünf Millionen TEU. Die Entwicklung im Ro/Ro-Segment verzeichnete mit einem Plus von 9,2 Prozent auf mehr als 2,5 Millionen Tonnen ein außerordentlich starkes Wachstum. Die Anzahl der umgeschlagenen Fahrzeuge stieg um fünf Prozent auf ca. 650.000 Einheiten.

Auch im konventionellen Breakbulk ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein rasantes Wachstum erzielt worden. Der Breakbulk-Umschlag erreichte deutlich mehr als fünf Millionen Tonnen, was einem Anstieg um 13 Prozent entspricht. Noch deutlicher fiel das Wachstum im Stahlbereich mit 17,6 Prozent aus. Besonders schlugen hier die steigenden Importe zu Buche (+24,4 Prozent), unter anderem infolge höherer Volumina aus Indien. Auch die Exportzahlen in diesem Segment kletterten um 8,8 Prozent.

Der Umschlag von Flüssiggut ist in den ersten sechs Monaten dieses Jahres um 1,8 Prozent auf 36 Millionen Tonnen gestiegen. Rohöl legte um 34 Prozent zu und die Chemikalien um ein Prozent. Demgegenüber erreichten die Ölderivate nur knapp die Größenordnung des Vorjahreszeitraumes, mit einem leichten Minus um 0,5 Prozent. Das Volumen im Schüttgutumschlag stieg in den ersten zwei Quartalen 2017 um 1,1 Prozent. Insbesondere Erze legten zu (+27,7 Prozent), was angesichts der zunehmenden Stahlexporte keine Überraschung ist. Auch Düngemittel verzeichneten ein Wachstum von 3,3 Prozent. Lediglich Kaolin (-10,3 Prozent) und Kies (-18,4 Prozent) mussten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum Rückgänge verbuchen.

In den ersten sechs Monaten dieses Jahres liefen den Hafen Antwerpen insgesamt 7.137 Seeschiffe an. Das entspricht einem Rückgang um 1,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Zugleich ist aber die Bruttotonnage der Seeschiffe um 3,2 Prozent auf ca. 205 Millionen GT (Gross Tonnage) angestiegen.

Quelle + Bildquelle: Antwerp Port Authority

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