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7Days Group startet schweizweites Netz für aktiv temperierte Arzneimitteltransporte

Unter der Marke 7Days Logistics hat die internationale 7Days Group, Frankfurt, in diesem Monat ein schweizweites Netz für aktiv temperierte Arzneimitteltransporte gestartet. Dabei werden pharmazeutische Produkte von der Abholung bis zur Zustellung bei 15 bis 25 Grad Celsius transportiert und umgeschlagen.

„Unser Kunde Mepha, die Nummer Eins im schweizerischen Generika-Markt und einer der größten Versender von Arzneimitteln des Landes überhaupt, erfüllt damit die EU-Richtlinie für den Vertrieb pharmazeutischer Produkte“, sagt Carsten Glos, Geschäftsleitung 7Days. „Die strengen EU-Regeln der guten Vertriebspraxis für Arzneimittel, die sogenannten EU-GDP, wurden von der Schweiz übernommen und sind auch hier verpflichtend.“ Die EU-GDP (von Englisch: Good Distribution Practice) sehen in ihrer jüngsten Fassung vor, dass die Bedingungen, die bei der Herstellung gelten, auch beim Transport einzuhalten sind. Damit soll verhindert werden, dass die Wirksamkeit der Medikamente eingeschränkt wird. Ein wesentlicher Faktor dabei ist die Temperatur.

„Für die allermeisten Arzneimittel kann durch den Transport bei Raumtemperatur, das ist der Korridor von 15 bis 25 Grad, eine 100prozentige Wirksamkeit garantiert werden“, erläutert Glos. „Diese Arzneimittel werden deshalb in unserem Netz in Spezialfahrzeugen transportiert und in entsprechend temperierten Hallen umgeschlagen.“ Fahrzeuge und Umschlageinrichtungen sind hinsichtlich der Einhaltung, Überwachung und Dokumentation des Temperaturkorridors besonders validiert und zertifiziert. Ein eigener Temperaturlebenslauf ermöglicht auch im Nachhinein jederzeit die Rückverfolgbarkeit der Temperaturdaten für jede einzelne Sendung. Glos: „Theoretisch wäre eine Temperierung auch mit Spezialverpackungen inklusive Kühlakkus möglich, dem sogenannten Passivtransport. Praktisch ist das zu aufwändig und auch deshalb zu teuer, weil das Transportgewicht deutlich steigt.“

Durch die aktive Temperierung der Logistikkette sparen sich 7Days-Kunden die Thermoverpackungen und der Empfänger muss diese Verpackung nicht entsorgen oder zurückführen. Außerdem können die Kunden dank aktiver Temperierung jetzt auch vor Wochenenden und Feiertagen bestellen. Bisher erfolgte an solchen Tagen meist kein Versand, weil die Einhaltung der Temperatur bei einem Passiv-Transport, der mehr als einen Tag dauert, problematisch ist. Deshalb entwickelt 7Days zurzeit eine zusätzliche Lösung für die aktive Temperierung kühlpflichtiger Medikamente. Solche Arzneimittel müssen bei 2 bis 8 Grad Celsius gelagert und transportiert werden. Ziel ist es, sie noch in diesem Jahr im selben Netz in einer separaten Temperaturzone zu befördern. Bis dahin nimmt 7Days kühlpflichtige Medikamente in separaten Thermoboxen mit.

7Days übernimmt die Ware zentral in seinem Logistikzentrum in Egerkingen und liefert sie von dort aus über zehn weitere Umschlagzentren landesweit aus. Bestellungen, die bis 13:30 Uhr bei Mepha eingehen, stellt 7Days am nächsten Werktag bis 12 Uhr zu. Mepha hat die Funktionalität des neuen schweizerischen Pharmanetzes im Juli in einer mehrwöchigen Pilotphase getestet. Dabei wurden schrittweise neue Gebiete abgedeckt und immer mehr Menge eingespeist. „Der Pilot ist so erfolgreich gelaufen, dass wir Anfang August nahtlos in den Regelbetrieb übergegangen sind“, so Glos. „Nach und nach werden wir jetzt weitere Kunden aufschalten, die ihre Nutzung des Systems bereits zugesagt haben.“

Quelle: 7Days

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