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Antwerpen führt als erster europäischer Hafen „Zero Pellet Loss” ein

Port of Antwerp: Polymerverladung in Katoen Natie

Als erster Hafen in Europa hat sich Antwerpen der internationalen Initiative „Operation Clean Sweep“ angeschlossen mit der Verpflichtung, das „Zero Pellet Loss“-Programm umzusetzen. Es zielt darauf ab, die Verschmutzung der Umwelt durch Kunststoffgranulate entlang der gesamten Supply Chain auf ein absolutes Minimum zu reduzieren. Hafenpräsident Marc van Peel unterzeichnete am Dienstag die entsprechende Charta. Antwerpen ist die wichtigste Polymerdrehscheibe in Europa für die Produktion, das Handling und den Vertrieb von Kunststoffgranulaten.

Kunststoffe sind im modernen Leben überall zu finden. Die Rohstoffe, aus denen Kunststoffprodukte hergestellt werden, sind Polymere, die meist in Form von kleinen Granulaten angeliefert werden. Jedes Jahr finden Millionen von Pellets über Antwerpen den Weg zu anderen europäischen Drehkreuzen. Dabei hat es höchste Priorität zu verhindern, dass Plastikgranulate ins Wasser gelangen oder an andere Orte, wo sie nicht erwünscht sind.

Die Unternehmen im Hafen haben dazu bereits in den vergangenen Jahren verschiedene Maßnahmen ergriffen. Aber jetzt hebt die gesamte Branche mit der „Operation Clean Sweep“ die Initiativen zum Umweltschutz auf eine neue Ebene. Erstmals arbeiten herstellende Industrie, Logistikunternehmen und die Transportbranche gemeinsam daran, dass entlang der gesamten Supply Chain die kleinen Kunststoffpellets nicht mehr in die Umwelt gelangen.

„Zero Pellet Loss“ in Antwerpen

In Antwerpen wird eine Beratungsplattform „Zero Pellet Loss“ eingerichtet, um Maßnahmen zu organisieren, die den Granulatverlust auf ein absolutes Minimum reduzieren. Dazu gehören wöchentliche Kontrollen, um die Orte zu identifizieren, an denen Kunststoffe in die Umwelt gelangt sind, damit die Verschmutzung bis zu ihrer Ursache zurückverfolgt und Maßnahmen zu ihrer Vermeidung ergriffen werden können. Ein Störfallmanager überwacht die Verschmutzung und ergreift Maßnahmen, um sie zu bereinigen, wann immer dies erforderlich ist. Die Kosten dafür werden unter den Teilnehmern des Programms aufgeteilt.

„Nachhaltiges Wirtschaften ist tief in den Genen unserer Hafenunternehmen verwurzelt”, betonte Hafenpräsident Marc van Peel. „Sie arbeiten in allen Bereichen hart daran, Mensch, Umwelt, Wohlstand, Frieden und Gemeinschaft in Einklang zu bringen. Die Unterzeichnung dieser Charta belegt eindrucksvoll, welche Bedeutung dieses Thema in der Welt der Kunststoffe hat.“

 „Operation Clean Sweep“

„Operation Clean Sweep“ ist ein internationales Programm, das von Plastics Europe unterstützt wird, um zu verhindern, dass Plastikstreumaterial in die Meeresumwelt gelangt. Unternehmen, die an diesem Programm teilnehmen, verpflichten sich, einen Beitrag zu Null-Pellets-Verlusten zu leisten. Für den Hafen Antwerpen unterzeichnete Marc van Peel die Charta. Er sagte: „Der Schlüssel zum Erfolg ist, dass alle Akteure der Polymer-Logistikkette bereit sind, an diesem Programm teilzunehmen. Diese Zusammenarbeit ist die beste Garantie für gute Ergebnisse.“

Die „Zero Pellet Loss”-Initiative wird von der Antwerp Port Authority, dem Verband der Chemie-, Kunststoff- und Life Sciences-Industrie in Belgien Essenscia, der Voka Chamber of Commerce and Industry Antwerp-Waasland, Alfaport sowie dem Verband Plastics Europe organisiert.

Die Kunststoffbranche in Antwerpen konzentriert sich nicht allein auf die Reduzierung von Granulatverlust. Eine nachhaltigere Produktion und Verarbeitung von Polymeren steht ebenfalls ganz oben auf der Agenda. Um dies zu erreichen, wurde kürzlich eine Beratungsplattform eingerichtet, auf der die Teilnehmer Best-Practice-Beispiele austauschen können. Die Teilnehmer der Plattform sind alle Mitglieder im „Zero Pellet Loss“-Projekt.

 

Quelle + Bildquelle: Port of Antwerp

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