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Hafen Antwerpen: Hervorragende Ergebnisse in ersten drei Quartalen 2017

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Der Hafen Antwerpen konnte in den ersten neun Monaten dieses Jahres sein Umschlagvolumen erneut steigern. Insgesamt wurden 167,1 Mio. Tonnen Fracht und damit 3,3 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum umgeschlagen.

Nahezu alle Bereiche konnten bis Ende September ein starkes Wachstum verzeichnen: Der Containerumschlag stieg in der Tonnage um 3,7 Prozent auf 91,9 Mio. Tonnen, Flüssiggüter wie etwa Ölderivate erreichten ein Plus von 2,4 Prozent auf 54,4 Mio. Tonnen, konventionelles Breakbulk, darunter Stahl, legten um 7,7 Prozent auf 7,8 Mio. Tonnen zu und der Ro/Ro-Bereich vervollständigte den positiven Trend mit einem Wachstum von 10,7 Prozent auf 3,7 Mio. Tonnen. Lediglich der Bereich Schüttgut verbuchte ein leichtes Minus von 0,8 Prozent.

„Im vierten Quartal wollen wir das gleiche Wachstumstempo beibehalten wie in den vorgegangenen neun Monaten”, sagte Jacques Vandermeiren, CEO der Antwerp Port Authority. „Dieser positive Trend hält bereits seit einigen Jahren beständig an. Antwerpen kann nun seit geraumer Zeit sehr gute Ergebnisse verbuchen – und das in einem Markt, der ansonsten von Volatilität und Fluktuationen charakterisiert ist. Wenn man es in einer solchen Situation schafft, nicht nur seine Marktanteile zu halten sondern auszubauen, gibt dies Vertrauen in die Zukunft.“

Container

Der Containerumschlag ist in den ersten neun Monaten in Tonnage gemessen um 3,7 Prozent auf 91.904.088 Tonnen gestiegen. In Standardcontainern (Twenty-Foot Equivalent Unit) entspricht das einem Wachstum von 3,2 Prozent. Insgesamt wurden in den ersten drei Quartalen 7.798.016 TEU in Antwerpen umgeschlagen. Dabei stieg die Anzahl beladener Container, die am Hafen umgeschlagen wurden, um 4,6 Prozent, während die Anzahl von Leercontainern um 4,4 Prozent sank.

Bei den Handelsrouten konnten speziell mit Nordamerika (+9,5 Prozent) und dem Fernen Osten (+9,3 Prozent) Zuwächse verzeichnet werden. Die Verkehre mit den Vereinigten Staaten erreichten bei beladenen Containern ein Wachstum von 6,7 Prozent, wobei die ankommenden US-Exporte mit einem Plus von 8,7 Prozent einen klaren Aufwärtstrend zeigten. Mit Europa, Antwerpens größtem Partner, büßte der Hafen in den ersten neun Monaten 4,5 Prozent Volumen ein. Dies ist vor allem auf einen Rückgang von Inbound-Transshipment-Fracht zurückzuführen.

Der gestiegene Containerumschlag ist einerseits durch die Schiffsanläufe der neuen Reedereiallianzen bedingt, mit denen Antwerpen seine Marktposition in Nordwesteuropa festigen konnte. Zum anderen wurden neue Liniendienste eingerichtet, die sich ausdrücklich für Antwerpen entschieden haben. Somit konnte Containerfracht in den vergangenen neun Monate folgende Zahlen erreichen: Im zweiten Quartal 2017 wurde mit 2.663.590 TEU das beste Quartalsergebnis in der Geschichte des Hafens erzielt – dicht gefolgt vom dritten Quartal mit 2.654.711 TEU.

Breakbulk

Ro/Ro-Fracht verzeichnete in diesem Jahr ein starkes Plus von bisher 10,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 3.752.577 Tonnen. Insbesondere die Papier-Importe im Ro/Ro-Bereich wuchsen mit 250.000 Tonnen oder 89 Prozent immens an. Generell konnte eine Steigerung der rollenden Ladung im Im- und Export auf beinahe allen Handelsrouten verzeichnet werden. Gleichzeitig stieg die Zahl der umgeschlagenen Fahrzeuge um 3,4 Prozent auf 919.793 Einheiten.

Das konventionelle Breakbulk hat sich in den ersten neun Monaten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ebenfalls gut entwickelt. Ende September wurde hier ein Volumen von 7.829.415 Tonnen erreicht, was einem Anstieg um 7,7 Prozent entspricht. Hohe Wachstumsraten waren insbesondere bei Im- und Export von Eisen und Stahl – und hier speziell bei Coils – zu verzeichnen. Insbesondere die Importe von Roheisen und Stahl aus Indien stiegen stark an – ein Plus von 190 Prozent oder 600.000 Tonnen. Dem steht ein Rückgang der Importe aus China um 38 Prozent oder 420.000 Tonnen gegenüber. Diese Entwicklung ist durch Antidumpingmaßnahmen Europas begründet, mit denen Einfuhren chinesischen Stahls belegt worden sind. Nachdem die EU kürzlich auch Einfuhrzölle für Coils aus Russland, Brasilien, der Ukraine und dem Iran erhöht hatte, gingen die Stahlimporte aus diesen Ländern ebenfalls stark zurück.

Flüssiggut

Der Umschlag von Flüssiggut ist innerhalb der ersten neun Monate 2017 um 2,4 Prozent auf 54.462.733 Tonnen gestiegen. Während die Exporte von flüssigem Treibstoff einen Anstieg von 11,4 Prozent verzeichneten, sanken die Importe im gleichen Zeitraum um 12,8 Prozent, sodass das Umschlagvolumen mit 30.817.999 Tonnen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum beinahe gleich geblieben ist. Der höhere Umschlag bei Flüssiggut ist auf den Anstieg von Rohölimporten um 28,0 Prozent auf 4.360.575 Tonnen zurückzuführen. Das Umschlagvolumen chemischer Produkte stieg in den ersten drei Quartalen um 2,0 Prozent auf 10.638.133 Tonnen.

Schüttgut

Das Volumen im Schüttgutumschlag ist von Januar bis September 2017 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 0,8 Prozent auf 9.200.951 Tonnen leicht gesunken. Düngemittel, die den größten Teil des Schüttguts ausmachen, konnten derweil einen Anstieg um 7,4 Prozent auf 2.828.534 Tonnen verzeichnen, wobei hier die Exporte um 6,4 Prozent und die Importe um 9,5 Prozent gestiegen sind.

Der Erzumschlag ist um 23,2 Prozent auf 1.840.806 Tonnen angewachsen, was insbesondere auf den Anstieg der Importe zurückzuführen ist. Diese lagen um das Zweieinhalbfache höher als im Vorjahreszeitraum. Das Volumen der im Hafen umgeschlagenen Kohle ging in den ersten neun Monaten im Vergleich zum Vorjahr stark zurück und sank um 55,6 Prozent auf 396.518 Tonnen.

Seeschiffe

In den ersten neun Monaten dieses Jahres liefen den Hafen Antwerpen insgesamt 10.695 Seeschiffe an. Das entspricht einem zahlenmäßigen Rückgang um 1,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Zugleich ist die Bruttotonnage um 1,8 Prozent auf 307.095.315 GT (Gross Tonnage) angestiegen.

Quelle/Bildquelle: Antwerp Port Authority

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