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Rugby-Spieler machen Logistik: Berlin Grizzlies arbeiten bei Rieck

Was Rugby mit Logistik zu tun hat? Auf den ersten Blick rein gar nichts. Schaut man aber nach Berlin, dann schon: Spieler der Rugby-Mannschaft „Berlin Grizzlies“ arbeiten im Lager der Rieck Logistik-Gruppe. Umgekehrt unterstützen Rieck-Mitarbeiter die internationalen Sportler in ihrem Alltag in Deutschland.

Daniel Heyes (19) ist in England geboren und aufgewachsen. Jetzt lebt er in Berlin – und fühlt sich wohl. Erst im August 2017 kam er in die Hauptstadt, kannte niemanden und sprach nur wenige Worte Deutsch. Warum macht sich ein junger Mann auf den Weg in ein fremdes Land, ohne Freunde, ohne Familie? Die Antwort: Rugby. Das ist sein Sport.

Seit über fünf Jahren jagt Daniel hinter dem eiförmigen Ball her, das Spiel fasziniert ihn. Rugby ist auf den Britischen Inseln äußerst populär, genauso wie beispielsweise auch in Australien, Neuseeland oder Südafrika. Schnell laufen muss man können, eine gute Kondition haben und eine Kämpfernatur sein. Und natürlich ein Mannschaftstyp, ein Teamplayer, der sich für seine Mitspieler ins Zeug legt.

Teil des Rieck-Teams

All diese Eigenschaften helfen ihm nicht nur bei seinem Sport. Auch im Berufsalltag punktet Daniel mit diesen Charakterzügen. An drei Tagen pro Woche arbeitet er mit fünf anderen Mannschaftskollegen im E-Commerce-Lager der Rieck Logistik-Gruppe in Berlin-Schönefeld. Er schleppt Kartons, bestückt Regale, verpackt bestellte Waren und unterstützt die erfahrenen Rieck-Mitarbeiter, wo er kann. Das klappt perfekt. „Wir beschäftigen zurzeit insgesamt sechs ‚Grizzlies‘“, sagt Antje Engelmann, Geschäftsführerin Rieck Projekt Kontrakt Logistik Berlin. „Sie sind jeden Montag, Dienstag und Mittwoch bei uns im Einsatz.“ Denn gerade am Wochenanfang ist im Rieck-Warenlager für den Online-Handel extrem viel zu tun. „Wir arbeiten dann nicht nur die aktuellen Bestellungen ab, sondern vor allem auch die Aufträge vom Wochenende. Und gerade im E-Commerce ist Tempo gefragt. Jede Bestellung muss schnell raus – die Kunden erwarten eine prompte Lieferung.“

Perfekte Partnerschaft

So, wie die „Grizzlies“ die Logistik bei Rieck unterstützen, so hilft Rieck auch den Sportlern: Zum einen ist die Rieck Logistik-Gruppe seit dem Jahr 2015 einer der Sponsoren des ambitionierten Rugby-Teams. Aber Rieck tut noch mehr: Zahlreiche Mitarbeiter der Rieck-Zentrale in Großbeeren haben eine Patenschaft für jeweils einen Sportler übernommen. Damit erleichtern sie den jungen Leuten das Ankommen, aber auch den Alltag in einem fremden Land. Unterstützung ist zum Beispiel bei Sprachproblemen gefragt. „Die meisten Neuankömmlinge haben keine oder kaum Deutschkenntnisse“, sagt Antje Engelmann. „Deshalb verständigen sich die Paten mit den ‚Grizzlies‘ auf Englisch, sie übersetzen Dokumente und helfen aktiv beim Deutschlernen.“ Gerade durch die Arbeit und den regelmäßigen Kontakt mit ihren deutschen Kollegen lernen die meisten die Sprache dann ganz schnell. Andere Rieck-Paten unterstützen bei Formalitäten, begleiten die Sportler bei Behördengängen, helfen beim Verstehen von Vorschriften oder arbeitsrechtlichen Bestimmungen.

Direkter Aufstieg

Mit seiner Rugby-Mannschaft spielt Daniel in der aktuellen Saison 2017/2018 in der 1. Bundesliga Nord/Ost. Zurzeit belegen die „Grizzlies“ einen mittleren Tabellenplatz. Eine tolle Leistung. Denn die Mannschaft hat sich seit der Saison 2015/2016 von der Regionalliga in die erste Bundesliga hochgearbeitet – nach jeder Saison stieg die Mannschaft eine Klasse auf. In der aktuellen Saison ist das Team wieder sehr international aufgestellt: Australier, Engländer, Franzosen, Iren, Italiener, Mexikaner, Neuseeländer und Südafrikaner spielen zurzeit bei den ‚Grizzlies‘. Und sie alle haben ein klares Ziel vor Augen. Nach dem direkten Durchmarsch bis in das Rugby-Oberhaus steht der Klassenerhalt jetzt ganz oben auf der Liste.

Ausland auf Zeit

Normalerweise bleiben die Sportler nur für ein Jahr in Deutschland und wechseln dann den Club und damit auch den Job. Inzwischen haben sich aber auch einige dazu entschlossen, noch länger in Berlin zu bleiben. Sie haben ein Studium aufgenommen oder eine Ausbildung begonnen. Dass sie sich in Berlin und in Deutschland wohl fühlen, hat wohl auch mit ihrem guten Start bei den „Grizzlies“ und bei Rieck zu tun.

Seit nunmehr drei Jahren besteht die Verbindung zwischen den „Berlin Grizzlies“ und Rieck – und beide Seiten sind begeistert. „Für uns ‚Grizzlies‘ ist die Zusammenarbeit mit Rieck genau das Richtige“, sagt Daniel. „Wir können Rugby-Spielen und dank des Jobs bei Rieck unseren Lebensunterhalt finanzieren. Und hier wie dort sind wir Teil eines tollen Teams.“

Rugby – Sport mit Tradition

Das Mannschaftsspiel Rugby ist nach der englischen Stadt Rugby bei Birmingham benannt. Zwei Teams mit jeweils 15 Spielern kämpfen 80 Minuten lang, um mehr Punkte zu erzielen als die gegnerische Mannschaft.

Gespielt wird mit einem eiförmigen, zirka 400 Gramm schweren Rugby-Ball. Punkten kann eine Mannschaft, wenn sie den Ball in das gegnerische Malfeld trägt und dort am Boden ablegt. Dieser so genannte „Versuch“ zählt fünf Punkte. Anschließend hat die Mannschaft die Chance auf eine „Erhöhung“: Dafür wird versucht, den Ball per Kick zwischen die beiden Pfosten des H-förmigen Tores und über dessen Querlatte zu schießen. Gelingt dies, so ist das ein Treffer mit zwei weiteren Punkten.
Rugby wurde im Jahr 1823 in der Public School von Rugby zum ersten Mal gespielt. 1872 nahm als erster deutscher Sportverein der heutige Heidelberger Ruderclub die Sportart Rugby in sein Programm auf.

Quelle + Bildquelle: Rieck

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