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DPDHL setzt Wachstumskurs auch im dritten Quartal fort

DPDHL

Die Deutsche Post DHL Group hat auch im dritten Quartal 2017 den Umsatz und das operative Ergebnis deutlich gesteigert. Die Erlöse des Konzerns stiegen um 5,6 Prozent auf 14,6 Milliarden Euro. Zu diesem Wachstum haben alle vier Unternehmensbereiche beigetragen. Besonders dynamisch entwickelten sich erneut DHL Express sowie das deutsche und das internationale Paket- und eCommerce-Geschäft. Mit einem EBIT von 834 Millionen Euro (2016: 755 Millionen Euro) verzeichnete der Konzern Deutsche Post DHL Group das stärkste dritte Quartal seiner Geschichte und damit den achten Quartals-Bestwert in Folge.

„Wir hatten ein starkes drittes Quartal mit einem erneuten Rekordergebnis. Dank unserer strategischen Ausrichtung auf wachstumsstarke Segmente wie den globalen Online-Handel wächst unser Unternehmen in allen Bereichen. Mit zukunftsträchtigen Investitionen und wegweisenden Innovationen bauen wir unsere marktführende Stellung kontinuierlich weiter aus“, sagte Frank Appel, Vorstandsvorsitzender von Deutsche Post DHL Group. „Wir erwarten für das Schlussquartal ein starkes Weihnachtsgeschäft und sind zuversichtlich, unsere Ziele für das Gesamtjahr zu erreichen.“

Ergebnisziele für 2017 und darüber hinaus bestätigt

Nach dem erfolgreichen Geschäftsverlauf in den ersten neun Monaten prognostiziert das Unternehmen für das Gesamtjahr 2017 unverändert einen Anstieg des Konzern-EBIT auf rund 3,75 Milliarden Euro. Darüber hinaus geht Deutsche Post DHL Group weiterhin davon aus, den operativen Gewinn im Zeitraum 2013 bis 2020 um durchschnittlich mehr als acht Prozent jährlich zu steigern (CAGR).

Um dies zu erreichen, hat Deutsche Post DHL Group im dritten Quartal mit gezielten Investitionen die Basis für nachhaltig profitables Wachstum weiter gestärkt. Das Investitionsvolumen über alle vier Unternehmensbereiche hinweg betrug 443 Millionen Euro (2016: 498 Millionen Euro). Schwerpunkte waren unter anderem der Ausbau der nationalen und internationalen Paketinfrastruktur, die Ausweitung der Produktion von Streetscootern sowie die Erweiterung und Modernisierung der Drehkreuze und der Flugzeugflotte bei DHL Express. Für das Gesamtjahr plant der Konzern weiterhin Investitionen in Höhe von rund 2,3 Milliarden Euro (2016: 2,1 Milliarden Euro).

Die deutliche EBIT-Verbesserung im dritten Quartal hat sich auch positiv auf den Mittelzufluss im Konzern ausgewirkt. Der operative Cashflow stieg auf 954 Millionen Euro nach 887 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Der Free Cashflow ging hingegen auf 502 Millionen Euro zurück (2016: 543 Millionen Euro). In dieser Entwicklung spiegeln sich vor allem höhere Investitionszahlungen sowie M&A-Kosten in Höhe von 50 Millionen Euro wider, vorwiegend für den Erwerb der Gesellschaft Polar Transportes, die temperaturgeführte Transporte für den Unternehmensbereich Supply Chain in Brasilien durchführt.

Der Konzerngewinn nach nicht beherrschenden Anteilen lag aufgrund der gestiegenen operativen Ertragskraft mit 641 Millionen Euro um 3,7 Prozent über dem Vorjahreswert. Analog dazu stieg das unverwässerte Ergebnis je Aktie von 51 Euro-Cent im vergangenen Jahr auf 53 Euro-Cent in 2017.

Weiteres Wachstum im Paket- und eCommerce-Geschäft

Der Umsatz im Bereich Post – eCommerce – Parcel (PeP) ist im dritten Quartal um 6,9 Prozent auf 4,3 Milliarden Euro gestiegen. Zu dieser positiven Entwicklung trugen vor allem Mengen- und Erlössteigerungen im Geschäftsfeld eCommerce – Parcel bei.

Der Bereich Parcel Germany konnte seinen Umsatz dabei um 5,5 Prozent steigern, die Erlöse im Bereich eCommerce kletterten um 9,2 Prozent. Den deutlichsten Umsatzanstieg aber verzeichnete Parcel Europe mit einem Plus von 62,9 Prozent. Ein wesentlicher Treiber dafür ist die Konsolidierung der Geschäfte von UK Mail nach erfolgreichem Abschluss der Übernahme im Dezember 2016 (Umsatz im dritten Quartal 125 Millionen Euro). Auch um diesen Effekt bereinigt stiegen die Erlöse von Parcel Europe deutlich um 17,5 Prozent. Hierin spiegelt sich der kontinuierliche Auf- und Ausbau der Paketinfrastruktur in Europa wider. So hat Parcel Europe seine Aktivitäten zuletzt auf die Märkte Bulgarien, Irland, Kroatien und Rumänien ausgeweitet und ist nun in 26 Ländern aktiv. Bis Ende 2018 ist die europaweite Abdeckung geplant.

Im Geschäftsfeld Post lag der Umsatz mit 2,3 Milliarden Euro um 0,6 Prozent über Vorjahr. Dabei haben zusätzliche Mengen im Zusammenhang mit der Bundestagswahl strukturell bedingte Volumenrückgange, vor allem im Bereich Brief Kommunikation, kompensiert.

Das operative Ergebnis des Unternehmensbereichs PeP stieg im dritten Quartal im Vorjahresvergleich um 5,1 Prozent auf 308 Millionen Euro. Dazu haben vor allem das Wachstum im deutschen Paketgeschäft, die stabilen Post-Umsätze und diszipliniertes Kostenmanagement beigetragen, während weitere Investitionen in das internationale Paketnetz und in das eCommerce-Geschäft den Ergebnisanstieg gedämpft haben.

Express: Erfolgsgeschichte setzt sich fort

Der Unternehmensbereich Express hat auch im dritten Quartal seine seit Jahren anhaltende positive Umsatz- und Ergebnisentwicklung fortgesetzt. Die Erlöse lagen mit 3,6 Milliarden Euro um 8,5 Prozent über dem Vorjahreswert. Besonders erfreulich ist, dass Express über alle Regionen hinweg gewachsen ist. Haupttreiber für diese dynamische Entwicklung war einmal mehr das Geschäft mit zeitgenauen internationalen Sendungen (TDI): Hier stieg das Volumen pro Tag im Vergleich zum Vorjahr um 11,9 Prozent – bei gleichzeitig erfolgreichem Ertragsmanagement.

Dadurch kann die Division ihre einzigartige globale Express-Infrastruktur noch effizienter auslasten. In Verbindung mit einem strikten Ertragsmanagement und kontinuierlichen Verbesserungen des Netzwerks konnte der Unternehmensbereich das operative Ergebnis um 10,4 Prozent auf 372 Millionen Euro verbessern. Die operative Marge beträgt nun 10,2 Prozent nach zehn Prozent im Vorjahreszeitraum.

Volumenwachstum in der Luft- und der Seefracht hält an

Im Unternehmensbereich Global Forwarding, Freight kletterten die Erlöse im dritten Quartal um 5,1 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro. Dabei verzeichnete die Division sowohl im Luft- als auch im Seefrachtgeschäft erneut deutliche Volumenzuwächse. Auch der Land- und Schienentransport in Europa wächst – insbesondere in Deutschland und Schweden.

Das EBIT des Unternehmensbereichs stieg um 6,3 Prozent auf 67 Millionen Euro. Diese Entwicklung zeigt, dass die eingeleiteten Maßnahmen zur Steigerung der Profitabilität bei Global Forwarding, Freight greifen, wenngleich die Marktbedingungen aufgrund des anhaltenden Margendrucks weiterhin herausfordernd sind.

Supply Chain: EBIT-Marge im für 2020 angestrebten Zielkorridor

Der Umsatz im Unternehmensbereich Supply Chain stieg im dritten Quartal um 2,3 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro. Organisch lagen die Erlöse um 6,1 Prozent über Vorjahr. Das Neugeschäft von Supply Chain entwickelte sich weiterhin positiv: Der Unternehmensbereich hat im dritten Quartal zusätzliche Verträge mit Neu- und Bestandskunden mit einem Gesamtvolumen von 415 Millionen Euro abgeschlossen.

Das operative Ergebnis kletterte um 8,0 Prozent auf 148 Millionen Euro. Die Verbesserung reflektiert neben dem Geschäftswachstum die positiven Effekte des erfolgreich umgesetzten Optimierungsprogramms. Ziel des Programms war die Verbesserung der EBIT-Marge bis zum Jahr 2020 auf 4 bis 5 Prozent. Mit 4,2 Prozent lag die Marge im dritten Quartal erneut in diesem Zielkorridor.

Operatives Konzernergebnis klettert auf 2,6 Milliarden Euro

In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2017 stieg der Konzernumsatz um 5,8 Prozent auf 44,3 Milliarden Euro. Zu diesem Anstieg haben alle vier Unternehmensbereiche beigetragen. Das operative Ergebnis kletterte um 180 Millionen Euro auf 2,6 Milliarden Euro. Der Konzerngewinn nach nicht beherrschenden Anteilen verbesserte sich in den ersten neun Monaten auf 1,9 Milliarden Euro (2016: 1,8 Milliarden Euro). Analog dazu erhöhte sich das unverwässerte Ergebnis je Aktie auf 1,55 Euro (2016: 1,49 Euro).

Der operative Cashflow verbesserte sich auf 1,8 Milliarden Euro (2016: 514 Millionen Euro), der Free Cashflow auf 457 Millionen Euro (2016: minus 757 Millionen Euro). Die Vorjahreswerte waren durch die Ausfinanzierung von Pensionsverpflichtungen (1 Milliarde Euro) belastet. Auch um diesen Effekt bereinigt verbesserten sich beide Kennzahlen deutlich.

Quelle + Bildquelle: DPDHL

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