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Wirtschafts- und Handelsabkommen CETA sorgt für Auftrieb bei der Luftfracht

ACD: Mathias Jakobi, amtierender Präsident des ACD, Tim Strauss, Vice President Cargo bei Air Canada, Michael Sauer, Cargo Sales Manager bei Air Canada, Christoph Papke, Vorstand Finanzen ACD

Air Canada sieht sich für die Herausforderungen der kommenden Jahre gut aufgestellt und erwartet weitere Steigerungen beim Luftfrachtaufkommen mit der Europäischen Union. Das berichtete Air Canadas Vice President für Luftfracht, Tim Strauss, beim aktuellen Treffen des Aircargo Club Deutschland (ACD) in Frankfurt am Main. „Durch das am 21. September 2017 in Kraft getretene CETA–Abkommen versprechen wir uns eine Zunahme des Frachtaufkommens zwischen der EU und Kanada”, sagte Strauss. Zugleich betonte er, dass sich das Geschäft mit Kunden in den USA unabhängig von der politischen Großwetterlage in Washington weiterhin sehr positiv entwickle.

Mit einem ständigen Modernisierungsprozess und gezielten Investitionen will die zwölftgrößte kommerzielle Fluggesellschaft der Welt weiter nachhaltig wachsen. Air Canada vergrößerte sich in den vergangenen zwei Jahren von 197 auf 224 Maschinen. Die Flotte gilt als eine der modernsten und treibstoffeffizientesten weltweit. Die Fluggesellschaft verfügt zwar über keine reinen Frachtflugzeuge, dennoch steigt die Bedeutung von Cargo-Transporten an Bord ihrer Passagiermaschinen kontinuierlich. Deshalb baut Air Canada bis 2018 seine Frachtkapazitäten um 55 Prozent aus, um seinen Kunden noch bessere Transportdienste anbieten zu können.

Wachstumstreiber sind Transporte in die USA (+71 Prozent), nach Asien (+69 Prozent) und nach Europa (+50 Prozent). Dazu wurden seit diesem Jahr 20 neue Routen angeflogen, wie von Toronto nach Mumbai, Belize und Berlin, von Vancouver nach Taipei, Nagoya und Melbourne sowie von Montreal nach Schanghai, Algier, Marseille und Lima. 2018 werden Direktverbindungen von Toronto nach Buenos Aires, von Vancouver nach Melbourne, Zürich und Paris sowie von Montreal nach Tokio–Narita dazukommen. „Wir haben vor allem in den Logistikhub am Flughafen von Toronto kräftig investiert, um Engpässen vorzubeugen. Dabei sind viele neue Jobs entstanden“, sagte Strauss.

Das Star Alliance-Mitglied sieht weiterhin steigenden Bedarf beim Luftfrachtaufkommen für die Automobilindustrie, bei Pharma- und Chemieproduktion sowie bei Komponenten für den Maschinen- und Anlagenbau. Auch bei temperatursensibler Fracht geht der Bedarf weiter nach oben. Atlantikfische werden aus Kanada in alle Welt geflogen sowie norwegischer Lachs via Kanada in die USA. Zudem kommt Gemüse aus Europa durch die Cool Chain-Services von Air Canada frisch in den nordamerikanischen Markt.

„Air Canada hat die Vision, dem Kunden mehr zu liefern als nur eine Box“, sagte Mathias Jakobi, amtierender Präsident des ACD und Zentraleuropachef des Airline-Verbands IATA. „Die enge Beziehung mit dem Kunden – im Falle der Luftfracht dem Spediteur – ist für die Airline ein ganz entscheidender Erfolgsfaktor. Damit kann Air Canada die Qualität seiner Dienste sehr gut steuern.“

Quelle: Aircargo Club Deutschland, Bildquelle: Felix Zimmermann/Aircargo Club Deutschland

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