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Die Initiative „FairTruck“ wird ein Jahr alt

FairTruck: Partner der ersten Stunde

Es ist nichts Neues, dass die Logistikbranche mit Nachwuchsmangel zu kämpfen hat – besonders das Berufsbild des Berufskraftfahrers verliert immer mehr an Attraktivität. Stressige Arbeitsbedingungen und vergleichsweise geringere Entlohnung, gepaart mit viel Verantwortung und einem allgemein schlechten Image sind die Ursachen. Genau vor einem Jahr ging die Initiative „FairTruck“ mit vier Partnerunternehmen an den Start, um gemeinsam Gegenmaßnahmen zu entwickeln und umzusetzen.

In diesem vorangegangenen Jahr konnte „FairTruck“ bereits viel bewegen, nicht nur durch offene und ehrliche Bewertungen der Fahrer, sondern auch durch das Engagement und die Aufgeschlossenheit der Partnerunternehmen gegenüber kritischen Stimmen. Immer mehr Berufskraftfahrer registrieren sich und geben Ihre Bewertungen ab, mit sichtbarem Erfolg.

Die Ursachen der Top-Kritikpunkte, wie zum einen die Beschaffenheit der Sanitäranlagen oder die mangelnden Parkmöglichkeiten, konnten in vielen Fällen behoben werden. So haben die Fahrerinnen und Fahrer durch ihre Kommentare eine Renovierung der Sanitäranlagen an 15 verschiedenen Standorten erreicht. Auch dort, wo sich die Möglichkeiten zu Veränderungen der Parkplatzsituationen bieten, wird gehandelt – fünf Standorte befinden sich in einem Optimierungsprozess. „Bisher war ich mir nicht sicher, ob meine Bewertungen wirklich ernst genommen werden – schön, dass „FairTruck“ keine PR-Initiative ist und sich um die Belange des Berufskraftfahrers gekümmert wird“, so ein Fahrer.

Auch die Partnerunternehmen stehen der bisherigen Entwicklungsphase positiv gegenüber. Besonders Hermes schätzt „die Möglichkeit, ein ehrliches und ungefiltertes Feedback aus der Fahrerschaft zu erhalten“, so Volker Stenzel, Head of Equipment & Carrier Operations. „Die Meinungen der Fahrer im Hinblick auf unsere Prozesse vor Ort, Wartezeiten, sanitäre Einrichtungen oder etwa die Freundlichkeit im täglichen Miteinander ermöglichen es uns, strukturiert an Verbesserungen zu arbeiten und so den eigenen Anspruch an unsere soziale Verantwortung umsetzen zu können. In diesem Zuge wurden beispielsweise Reinigungspläne verändert, Kantinenzugänge für Fahrer erleichtert und weiterer Parkraum für Ruhepausen geschaffen. ‚FairTruck‘ hilft uns nachhaltig, unsere internen Arbeitsabläufe und Prozesse zu analysieren und stetig zu verbessern.“

Es zeigt sich, dass „FairTruck“ nicht nur eine öffentlichkeitswirksame Initiative ist, sondern agiert und mit beiden Parteien in stetigem Kontakt steht. Ziel ist es, weitere Fahrer und Logistikunternehmen zur Teilnahme zu animieren, um sich für einen fairen Umgang mit Berufskraftfahrern zu engagieren. Mittlerweile können 450 registrierte Fahrerinnen und Fahrer 13 Partnerunternehmen bewerten – Tendenz steigend. Online im „FairTruck“-Portal oder ganz einfach von unterwegs in der App können die Bewertungen erfolgen.

Quelle + Bildquelle: Logistik-Initiative Hamburg

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