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Lübecker Hafen: Ausbau am Skandinavienkai beginnt

LHG

Im Rahmen einer kurzen Zeremonie fiel am vergangenen Freitag der Startschuss zum 2. Bauabschnitt am Skandinavienkai mit zusätzlichen Flächen für den RoRo-Umschlag und der Errichtung eines neuen Forstprodukteterminals. Gleichzeitig wurde eine langfristige Kooperationsvereinbarung zwischen Stora Enso Logistics und der Lübecker Hafen-Gesellschaft mbH (LHG) unterzeichnet.

In ihren Reden gingen Lübecks Bürgermeister Bernd Saxe, der CEO von Stora Enso Logistics, Knut Hansen und LHG-Geschäftsführer Sebastian Jürgens auf die Bedeutung des Bauvorhabens ein. Dazu Bernd Saxe: „Das ist ein guter Tag für Lübeck und für den Hafen. Nach der Einigung im Tarifkonflikt ist die Freigabe zum Ausbau des Skandinavienkais ein weiteres starkes Signal in den Markt und für den Erhalt von zukunftssicheren Arbeitsplätzen.“ Knut Hansen, CEO Stora Enso stellte fest: “Unsere langjährige, stabile und gute Zusammenarbeit mit der LHG sowie das Engagement und das Bekenntnis der Hansestadt Lübeck zu diesem Projekt haben eine entscheidende Rolle dabei gespielt, Lübeck eine strategisch noch größere Rolle in der Lieferkettenstrategie von Stora Enso zuzuweisen.”

Auf dem ab kommendem Jahr zu erschließenden Gelände sollen neben Aufstell- und Verkehrsflächen eine Multifunktionshalle für Forstprodukte von 25.000 Quadratmeter Größe sowie eine rd. 5.000 Quadratmeter große Fährhalle errichtet werden. Mit der Fertigstellung wird für Herbst 2019 gerechnet. Für die Erdarbeiten – der Baugrund liegt auf einem Hügel – und für die Flächenbefestigung aller drei Teilflächen sind 39 Millionen Euro veranschlagt. Hierfür hat die Hansestadt Lübeck Fördermittel beim Land beantragt. Die Halleninvestition ist mit rd. 16,5 Millionen veranschlagt.

Die LHG hatte den Umschlag von Forstprodukten bislang auf ihren Anlagen in Schlutup und am Nordlandkai konzentriert. Das Unternehmen verspricht sich von einer Bündelung von RoRo-Verkehren mit Forstprodukten am Skandinavienkai erhebliche Synergieeffekte, und ermöglicht der Forstindustrie, Reedern und der verladenen Wirtschaft damit neue Entwicklungsperspektiven. Der Skandinavienkai soll nach den Überlegungen der Geschäftsführung mittelfristig zu einem trimodalen Multifunktionsterminal ausgebaut werden.

Sebastian Jürgens: „Am Skandinavienkai wird endlich wieder eine größere Investition getätigt. Mit dem Ausbau der Fläche und dem Bau der Hallen schaffen wir ein neues Angebot für unsere Kunden. Als ersten Kunden konnten wir unseren langjährigen Partner Stora Enso gewinnen. Gleichzeitig erhalten wir für unser Universalterminal Nordlandkai neuen Handlungsspielraum für neue Geschäftsfelder. Und wir wollen wachsen: Die geplanten Hallen sowie die weiteren Trailerstellplätze verschaffen uns bei der Entwicklung neuer Geschäfte am Skandinavienkai Luft nach oben, die wir dringend benötigen.“

Quelle: LHG

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