Newsticker

Best-Practice-Beispiele aus dem Fulfillment

KIP: Kontrolle

Im wachsenden E-Commerce-Markt spielt die Auslagerung von Fulfillment-Services eine immer größere Rolle. Zum Fulfillment gehören alle Aufgaben und Prozesse, die einer Bestellung folgen und die Auftragsabwicklung sicherstellen. Neben Lagerung, Versand und Logistik der Waren sind dies auch After-Sales-Services oder das Handling von Retouren.

Die meisten Händler beginnen zunächst damit, diese Aufgaben im eigenen Unternehmen selbst zu organisieren, doch es gibt gute Gründe, auf spezialisierte Anbieter zu setzen. Mit drei Best-Practice-Beispielen soll dieser Beitrag die Vor- und Nachteile von externen Fulfillment-Services beleuchten.

Die großen Player wissen, wie es geht

Wer über Logistik spricht, kommt an den großen Anbietern wie TNT, UPS, DPD oder DHL nicht vorbei. Jeder der weltweit ausgerichteten Liefer- und Logistik-Dienstleister hat auch entsprechende Fulfillment-Services im Angebot. So wirbt beispielsweise das DHL Fulfillment mit über 20 Jahren Logistikerfahrung im Online-Handel. Ab 10.000 Sendungen pro Jahr (was etwa 30 Bestellungen pro Tag entspricht) ermögliche DHL von der professionellen Lagerung über die Kommissionierung und den schnellen Versand bis hin zum Retourenmanagement alle wichtigen Teilbereiche des Fulfillments.

Die Vorteile eines großen Anbieters liegen auf der Hand: Direkte Anbindung der vorgelagerten Prozesse an die Auslieferung (das eigentliche Kerngeschäft), ein generell sehr hohes Auftragsvolumen, das günstige Einkaufskonditionen verspricht und eine optimal eingestellte IT-Infrastruktur, die auch bei größeren Bestellmengen zuverlässig abwickelt. So mancher Online-Händler war bei einer Auftragsspitze oder im Weihnachtsgeschäft doch überrascht und musste Bestellungen aufgrund von nicht ausreichenden Lager- und Versandkapazitäten stornieren. Eine Übersicht großer Fulfillment-Anbieter findet sich hier.

Produktion und Versand auf Abruf

Ein weiteres Beispiel liefert die Druckerei KIP aus Neuenhaus, die sich auf Druckprodukte für den Point of Sale spezialisiert hat, u.a. Faltschachteln und Verpackungen. Über den eigentlichen Druck von Verpackungen hinaus bietet das Unternehmen für seine Kunden auch Fulfillment-Dienstleistungen an. Der besondere Vorteil liegt darin, dass Unternehmen größere Druckmengen vorproduziert beauftragen können, die sich durch eine spätere Konfektionierung „on demand“ abrufen lassen.

KIP lagert nach eigenen Angaben Millionen von Druckobjekten für seine Kunden ein und bietet auf Abruf umfangreiche Logistik-Dienstleistungen an. Kosmetikhersteller etwa liefern ihre Ware monatlich an die Druckerei, welche die Tiegel und Tuben in die vorproduzierten Schachteln verpackt, kommissioniert und mit Logistikpartnern an den Großhandeln versendet. Auch für Give-Aways im Werbebereich oder den Versand von Warenproben eignet sich dieser Zusatzservice.

Vom Textilhändler zum Fulfillment-Dienstleister

Oftmals entwickelt sich der Fulfillment-Ansatz auch aus der eigenen Erfahrung als Händler. So beschreibt die BC Trading GmbH in ihrer Historie den Wandel vom textilorientierten Einzelhandel über den Großhandel mit Restbeständen sowie angeschlossenen Dienstleistungen zum Logistik-Partner für namhafte Unternehmen. Über zehn Jahre lang hat das Unternehmen Erfahrungen im E-Commerce gesammelt, bis 2008 die Spezialisierung rund um Fulfillment, Lager, E-Commerce-Prozesse und angeschlossene Dienstleistungen stattfand.

Heute betreut BC Trading Bundesliga-Vereine beim Merchandising und verschickt in deren Auftrag weltweit Fanartikel. Durch die eigenen Erfahrungen im E-Commerce ist das Unternehmen in der Lage, Online-Shops für ihre Kunden mitzubetreiben und zu restrukturieren. Hier wird also weit mehr als die reine Logistik-Dienstleistung erbracht, auch die Beratung von Online-Händlern gehört zum Geschäftsmodell. Ein Service, den große Anbieter wie DHL & Co. in dieser Form nicht leisten könnten.

Für jeden Topf findet sich der passende Deckel

Die Anforderungen von Händlern sind zu verschieden, um eine für jeden optimale Lösung zu empfehlen. Manche profitieren von der Größe und der Skalierfähigkeit der weltweit tätigen „Global Player“. Andere lassen sich ihre Ware „on demand“ bestücken und versenden. Sie profitieren somit von günstigeren Produktionskosten. Wer neu am Markt ist, für den können kleinere Fulfillment-Anbieter zusätzliche Services und Beratung versprechen, die sie häufig aus eigener Erfahrung gesammelt haben.

Alle Modelle haben die Tatsache gemein, dass sich die Beschäftigung mit ausgelagerten Services lohnt. So können sich Online-Händler auf Ihr Kerngeschäft konzentrieren, die Ware an den Mann oder die Frau zu bringen, neue Produkte zu entwickeln und ihr Geschäft auszubauen, ohne über die oftmals begrenzten Versand- und Logistikmöglichkeiten nachdenken zu müssen.

Quelle + Bildquelle: KIP

 

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*