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Hafen Hamburg: stabiles Umschlagergebnis auf Vorjahresniveau

Hafen Hamburg: CMA-CGM Alexander-von-Humboldt

Der Seegüterumschlag im Hafen Hamburg, der die Segmente Stückgut und Massengut umfasst, zeigt sich für das Jahr 2017 mit 136,5 Millionen Tonnen auf hohem Niveau stabil. Einen leichten Rückgang gab es beim Umschlag von containerisiertem Stückgut. Hier wurden 8,8 Millionen TEU (20-Fuß-Standardcontainer) umgeschlagen (-1 Prozent). Der Massengutumschlag erreichte mit 44,7 Millionen Tonnen ein Ergebnis auf Vorjahresniveau.

„Beim Containerumschlag stellen wir für das Jahr 2017 eine unterschiedliche Entwicklung fest. So blieb der Umschlag beladener Boxen mit 7,6 Millionen TEU unverändert, während beim Umschlag leerer Boxen ein Rückgang um 88.000 TEU auf 1,2 Millionen TEU zu verzeichnen ist. Vor dem Hintergrund der noch ausstehenden Fahrrinnenanpassung und der weiter geltenden Wirtschaftssanktionen im für Hamburg bedeutenden Russlandhandel ist das Umschlagergebnis im Containersegment erwartungsgemäß“, erläuterte Axel Mattern, Vorstand Hafen Hamburg Marketing e.V. (HHM).

Als einen Grund für den Rückgang beim Umschlag leerer Boxen führte Mattern die noch nicht realisierte Fahrrinnenanpassung der Elbe an. Nach Einschätzung von Hafen Hamburg Marketing nutzen Reeder auf ihren besonders großen Containerschiffen wegen der für Hamburg geltenden Restriktionen auf der Elbe und der engen Tidezeitfenster den vorhandenen Transportraum vorrangig für die Mitnahme beladener Boxen. Die Leercontainer würden zunehmend über andere nordeuropäische Häfen geroutet. Unter den großen Containerhäfen Nordeuropas weist Hamburg beim Containerumschlag mit 13 Prozent den niedrigsten Leercontaineranteil und mit 87 Prozent den höchsten Umschlaganteil für beladene Boxen auf.

„Nach einer realisierten Fahrrinnenanpassung können wir in Hamburg deutlich mehr Container und Massengut umschlagen. Terminals und Hafenanlagen sind für Wachstum gut vorbereitet. Mehr Tiefgang auf der Elbe und eine Erleichterung im Begegnungsverkehr durch Einrichten der Begegnungsbox im Elbabschnitt vor Hamburg werden eine effizientere Ausnutzung der Laderaumkapazitäten ermöglichen und vereinfachen entscheidend die Begegnung besonders großer Schiffe“, ergänzte HHM-Vorstandskollege Ingo Egloff.

Die Marketingorganisation des Hamburger Hafens wies auch darauf hin, dass die durchschnittliche Containerschiffsgröße weiter zunahm. Seit den ersten Anläufen im Jahr 2015 hat sich die Anzahl der Einheiten mit mehr als 18.000 TEU Stellplatzkapazität im Hafen verdreifacht. Im Jahr 2017 wurden in Hamburg allein 102 Anläufe von Großcontainerschiffen in dem Größensegment 18.000 bis 20.000+ TEU gezählt. Das ist ein Plus von 52,2 Prozent. Im März wird mit der „CMA CGM Antoine de Saint Exupery“, die über eine Stellplatzkapazität von 20.776 TEU verfügt, das bisher größte Containerschiff erstmals in Hamburg erwartet.

Greifergut erreicht mit 23,5 Millionen Tonnen Rekordergebnis

Das Umschlagsegment Massengut, das zu einem Drittel zum Gesamtergebnis des Hamburger Hafens beiträgt und sich in die Bereiche Greifergut, Sauggut und Flüssigladung gliedert, entwickelte sich beim Import und Export unterschiedlich. Auf der Importseite ist mit 33,1 Millionen Tonnen ein leichter Rückgang (-1 Prozent) zu verzeichnen. Der Export von Massengut erreichte 2017 mit 11,6 Millionen Tonnen (+1,1 Prozent) hingegen eine leichte Steigerung.

Das Segment Greifergut erzielte mit 23,5 Millionen Tonnen (+7 Prozent) 2017 ein Rekordergebnis. Kräftigen Rückenwind erfuhr mit 19,6 Millionen Tonnen (+5,8 Prozent) erneut der Import. So kletterten die Kohleimporte mit 7,8 Millionen Tonnen (+5,7 Prozent) auf den bisher höchsten Umschlagwert. Auch die Erzimporte erreichten mit 10,1 Millionen Tonnen (+6,8 Prozent) den höchsten Wert der vergangenen zehn Jahre. Noch stärker wuchs der Export von Greifergut, er legte um 13 Prozent auf vier Millionen Tonnen zu.

Beim Sauggut (Agribulk) fiel der Import mit vier Millionen Tonnen (-5,6 Prozent) schwächer aus als im Vorjahr. Der Export entwickelte sich mit 3,4 Millionen Tonnen (-21,8 Prozent) ebenfalls rückläufig, was vor allem auf den Mengenrückgang bei Getreideexporten zurückzuführen ist. Mit insgesamt 9,5 Millionen Tonnen (-11,9 Prozent) entwickelte sich der Import von Flüssigladung, wie beispielsweise Mineralölprodukte, rückläufig. Der Export verzeichnete hingegen ein starkes Wachstum – um 17,7 Prozent auf 4,2 Millionen Tonnen.

Der Umschlag von konventionellem Stückgut, zu dem beispielsweise große Anlagenteile, Schwergut und Fahrzeuge zählen, die nicht im Container transportiert werden, fiel nach dem Ende der Betriebstätigkeit von Buss Hansa Terminals mit 1,4 Millionen Tonnen (-6 Prozent) erwartungsgemäß schwächer aus als im Vorjahr.

Quelle + Bildquelle: Hafen Hamburg Marketing

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