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Bremische Häfen unterstützen Arctic Commitment

Gemeinsam mit mehr als 80 Unternehmen, Organisationen, Politikern, NGOs und Forschern unterstützen die bremischen Häfen eine anspruchsvolle Kampagne, um Schweröl in der arktischen Schifffahrt zu verbieten.

Die Bremenports GmbH & Co. KG betreibt die beiden Häfen Bremen und Bremerhaven, die als viertwichtigste Containerhäfen Europas gelten und weltweit auf Platz 16 stehen. „Bremenports ist stolz auf die Unterzeichnung des Arctic Commitment. Schweröl hat in der arktischen Schifffahrt nichts zu suchen. Wir appellieren an andere Häfen, sich uns anzuschließen und die IMO (International Maritime Organization) aufzufordern, die Nutzung von Schweröl in arktischen Gewässern zu verbieten“, so Robert Howe, Geschäftsführer der Bremenports GmbH & Co. KG.

„Nachhaltigkeit ist ein zentrales Element unserer Strategie“, so Howe weiter. „Wir haben zahlreiche Projekte unter der Bezeichnung „greenports“ durchgeführt, von denen einige mit internationalen Preisen ausgezeichnet wurden. Um die Luftverschmutzung vor Ort zu reduzieren, werden wir in Kürze eine Baggerschute in Betrieb nehmen, die mit Flüssigerdgas betrieben wird. Nachhaltigkeit und Umweltschutz sind zudem zentrale Themen in der Öffentlichkeitsarbeit von Bremenports.“

Das Arctic Commitment wurde im Januar 2017 auf der Arctic Frontiers Conference von der Clean Arctic Alliance ins Leben gerufen. Diese Koalition, die aus Nichtregierungsorganisationen und dem Kreuzfahrtunternehmen Hurtigruten besteht, hat sich zum Ziel gesetzt, die Gemeinden und Ökosysteme der Arktis vor den Gefahren zu schützen, die durch den Einsatz von Schweröl hervorgerufen werden und fordert die IMO auf, den Transport sowie die Nutzung von Schweröl als Treibstoff für die arktische Schifffahrt zu verbieten. Für die antarktischen Gewässer gilt bereits seit 2011 ein Schwerölverbot. Während der IMO-Konferenz MEPC71 (71. Konferenz des Marine Environment Protection Committee) im Juli 2017 begrüßte die Clean Arctic Alliance die Initiative der IMO-Mitgliedsstaaten, Maßnahmen zu identifizieren, um die Risiken von Schwerölaustritten einzudämmen.

„Die im April stattfindende IMO-Konferenz MEPC72 lässt uns hoffen, dass große Unternehmen aus der Seeschifffartsbranche wie Bremenports das Verbot unterstützen werden, Schweröl in arktischen Gewässern zu transportieren und als Schiffskraftstoff zu verwenden. Ein Verbot ist die einfachste und effektivste Art und Weise, Ölaustritte zu minimieren und schädliche Emissionen zu reduzieren“, sagt Dr. Sian Prior, leitende Beraterin der Clean Arctic Alliance. „Wir hoffen, dass andere Häfen dem Beispiel von Bremenports folgen und das Arctic Commitment unterschreiben werden, um Verständnis für das Schwerölproblem aufzubauen und die Dynamik zu nutzen, um der Schwerölnutzung in arktischen Gewässern ein Ende zu machen.“

Quelle + Bildquelle: Bremenports

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