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Noch nicht am Ziel: Konservative Haltung in der Logistik birgt Gefahrenpotenzial

Veränderungen rund um Prozesse, Produkte und Geschäftsmodelle in Unternehmen beeinflussen in hohem Maße auch die Logistik und das Supply Chain Management. Insgesamt 15 Entwicklungen identifizierte die Studie „Trends und Strategien in Logistik und Supply Chain Management“ der Bundesvereinigung Logistik (BVL) aus dem Jahr 2017.

Wie bereits in selbiger Untersuchung 2012 fanden sich etwa Kostendruck oder Individualisierung an vorderster Stelle der erkannten Tendenzen wieder. „Viele Unternehmen warten jedoch lieber ab, bis innovative Lösungen in erprobter Form vorliegen, bevor sie sie einsetzen. Neue Anforderungen, die von außen in die Betriebe getragen werden, lassen sich aber oftmals nicht mehr auf die ‚alte‘ Art erfüllen“, mahnt Rainer Schulz, Geschäftsführer der sysmat GmbH und Experte für automatisierte Anlagen. Dass viele Unternehmen keine Wagnis eingehen, belegt auch die Studie: Mehr als die Hälfte der Unternehmen erkennt Potenziale noch nicht und nimmt eine abwartende Haltung ein.

Veränderungen ausmachen und reagieren

In der heutigen Zeit – und mit ziemlicher Sicherheit ebenso in der Zukunft – erfahren der reibungslose Datenfluss sowie dessen Überprüfung in Echtzeitnähe eine elementare Bedeutung. Dabei spielt die Vernetzung, etwa von Maschinen untereinander, eine erhebliche Rolle. „Schon im eigenen Lager, also im Bereich Intralogistik, sollten Abläufe aufeinander abgestimmt sein. Unternehmen optimieren den Materialfluss durch die Verknüpfung bereits vorhandener Anlagen miteinander mithilfe von Softwarelösungen. Das spart nicht nur Zeit und Kosten, sondern sorgt auch für einen entscheidenden Vorteil im Wettbewerb“, so Schulz. Laut BVL-Studie gehören Termintreue und die Erfüllung kundenspezifischer Anforderungen zu den obersten Logistikzielen. „Merkt zum Beispiel der Auftraggeber, dass der Anbieter den angegebenen Zeitraum bei der Lieferung nicht wie besprochen einhält, wechselt er schnell den Anbeiter. Gerade die angespannte Konkurrenzsituation am Markt erhöht aber die Bedeutung von Kundenbindung.“ Zu den wichtigsten Aufgaben für Betriebe zählt demnach, sich ändernde Marktbedingungen anzunehmen.

Steigende Komplexität – und Chancen

Im Bereich Transportdaten ermittelte die „Trends-und-Strategien“-Studie einen bereits weitverbreiteten unternehmensübergreifenden Austausch. Insbesondere auf dem Gebiet der Bestände, Bedarfe und Materialflussstörungen besteht allerdings noch großes Potenzial zur Optimierung. „Der Transfer von Informationen zwischen den Betrieben ist nur möglich, wenn die Daten auch innerhalb des Unternehmens vorliegen. Gerade den eigenen Materialfluss im Lager sollten Verantwortliche daher immer im Blick haben“, gibt der Lagerverwaltungsexperte an. Grafische Software wie die matCONTROL graphics der sysmat GmbH bildet dem Anwender daher die Abläufe innerhalb von Automatiklagern oder automatisierten Anlagen ab. „So erkennen Lagerverwalter auch bei ansteigenden Auftragszahlen und unübersichtlichen Vorgängen Fehlerquellen oder Verbesserungsmöglichkeiten“, erläutert er. Die Notwendigkeit neuer Ansätze findet sich auch im Fazit der Studie: Hohe Innovationsgeschwindigkeit ist wichtiger denn je und eröffnet lukrative Chancen, eine abwartende Haltung dagegen kann sich geschäftsschädigend auswirken.

Quelle/Bildquelle: sysmat

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