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DPD erprobt in Stuttgart elektrische Alternativen bei der Paketzustellung

DPD: Tripl

Der internationale Paket- und Expressdienstleister DPD verstärkt den Einsatz elektronisch betriebener Zustellfahrzeuge in der Stuttgarter Innenstadt sowie in Ludwigsburg und Umgebung. Neben zwei Vorserienmodellen des VW e-Crafters, die DPD in Kooperation mit dem Hersteller im Langzeittest erprobt, startet DPD in der Region nun auch die Paketzustellung mit acht Lastenrädern. Die neuen Fahrzeuge ergänzen vorhandene Elektromodelle wie den Vito E-Cell von Mercedes-Benz sowie den Master ZE von Renault, die bisher schon eine lokal emissionsfreie Paketzustellung in Teilen von Stuttgart, Ludwigsburg und Umgebung ermöglichen. In der Stuttgarter Innenstadt mangelt es derzeit allerdings noch an zentral gelegenen Umschlagflächen, sogenannten Mikrodepots. Trotz Zusammenarbeit mit der Stuttgarter Wirtschaftsförderung wurden bisher keine geeigneten Flächen in der Innenstadt gefunden, die Voraussetzung für einen effizienten Regelbetrieb der Lastenräder sind.

„Stuttgart steht exemplarisch für Herausforderungen wie Feinstaubbelastung, Fahrverbote und Zufahrtsbeschränkungen“, erklärt Thomas Ohnhaus, Chief Operating Officer bei DPD Deutschland. „Mit der Erprobung alternativer Zustellkonzepte stellen wir sicher, dass wir unsere Rolle als Grundversorger für Bewohner und Einzelhändler auch zukünftig optimal ausfüllen können. Noch viel stärker als in der Vergangenheit braucht es dabei eine Kooperation zwischen Städten und Paketdiensten. Bestes Beispiel dafür ist die Suche nach geeigneten Flächen für städtische Mikrodepots, die eine lokal emissionsfreie Paketzustellung vielerorts überhaupt erst möglich machen.“

Als Mikrodepots werden kleine Logistikflächen im städtischen Zustellgebiet bezeichnet. Pakete für die Empfänger im jeweiligen Zustellgebiet können dort morgens mit einem herkömmlichen Fahrzeug aus dem nächstgelegenen Paketzentrum angeliefert und in diesen Stützpunkten auf kleinere, vollelektrische Fahrzeuge – insbesondere Lastenräder – umgeschlagen werden. Die Zustellung beim Empfänger kann von dort aus lokal emissionsfrei erfolgen. Lastenräder können am Mikrodepot mehrmals pro Tag Pakete nachladen, zudem werden die Akkus der Räder nach Beendigung der Zustelltour im Mikrodepot aufgeladen.

In der Stuttgarter Innenstadt konnte DPD mangels geeigneter Flächenangebote bislang noch kein dauerhaftes Mikrodepot etablieren. Mehrere Lastenräder warten daher noch im zuständigen Paketzentrum in Ludwigsburg auf ihren Einsatz, der so schnell wie möglich in den Stadtteilen Stuttgart-Ost, Bad-Cannstatt und Heslach erfolgen soll. Neben den vier Lastenrädern in Stuttgart starten in Kürze weitere vier Lastenräder in Ludwigsburg (Stadtteile Oßweil und Eglosheim) sowie in den benachbarten Gemeinden Tamm und Asperg. Alle Lastenräder haben gemeinsam, dass sie im Stadtverkehr deutlich effizienter unterwegs sind als die üblichen Kleintransporter. Bei einer sinnvollen Kombination mit herkömmlichen Zustellfahrzeugen und einem Mikrodepot kann ein Lastenrad den Diesel-Transporter fast 1:1 ersetzen.

Während sich die Lastenräder besonders für (meist private) Empfänger eignen, die bei Zustellung nur ein oder zwei kleinere Pakete erhalten, sind für die Paketzustellung in größeren Stückzahlen an gewerbliche Empfänger auch langfristig noch größere Fahrzeugmodelle nötig. Auch hier gibt es lokal emissionsfreie Alternativen zu herkömmlichen Zustellfahrzeugen: In Stuttgart-Ost und Stuttgart-Feuerbach stellt DPD mit jeweils einem VW e-Crafter Pakete zu. Der VW e-Crafter ist branchenweit eines der ersten vollelektrischen Modelle in der von den Paketdiensten bevorzugten Fahrzeugklasse. Das Fahrzeug mit einer Reichweite von 160 Kilometern bringt somit gute Voraussetzungen mit, um geeignete Zustelltouren im städtischen Raum mit ähnlicher Produktivität zu bedienen wie herkömmliche Fahrzeuge. DPD testet in Stuttgart, Hamburg und Berlin insgesamt sechs Vorserienmodelle des e-Crafters und spielt die Erfahrungen aus der täglichen Einsatzpraxis im Anschluss an den Hersteller zurück.

Mit einem Master ZE von Renault (Stuttgart-Ost) sowie drei Vito E-Cells von Mercedes-Benz (Sachsenheim, Asperg und Ludwigsburg-Oßweil) sind kleinere vollelektrische Zustellfahrzeuge schon seit längerer Zeit in der Region Stuttgart für DPD unterwegs. Die Vito E-Cells von DPD sind Teil des „Schaufensters Elektromobilität LivingLab BWe mobil“. Dabei handelt es sich um eine Initiative der Bundesregierung in deutschlandweit vier Regionen. DPD ist in Baden-Württemberg einer von mehr als 100 Projektpartnern.

Tripl, Lastenräder und mehr: Emissionsfreie Paketzustellung in der Innenstadt

DPD setzt auf einen Mix unterschiedlicher Konzepte und Fahrzeuge, um eine lokal emissionsfreie Paketzustellung in der Innenstadt zu ermöglichen. So hat DPD im Laufe dieses Jahres die Zustellung per Lastenrad deutlich ausgeweitet. Aktuell sind Lastenräder zum Beispiel schon in Berlin, Hamburg, Heilbronn und Nürnberg im Einsatz. Weitere Städte kommen sukzessive hinzu. Neben den verschiedenen Elektrotransportern in Hamburg, Köln und Berlin nutzt DPD auch insgesamt acht E-Scooter, sogenannte Tripl, für die Paketzustellung in der Innenstadt. Diese Elektro-Dreiräder haben eine größere Reichweite als Lastenräder, können jedoch ebenfalls direkt an der Haustür vorfahren. Das spart sowohl Zeit als auch Wegstrecken und schont den innerstädtischen Verkehr.

Klimaneutraler Pakettransport für alle – ohne Mehrkosten für die Kunden

Im Rahmen des konzernweiten Nachhaltigkeitsprogramms „DrivingChange“ hat sich die DPDgroup verpflichtet, sämtliche Pakete für jeden Kunden klimaneutral zu transportieren – ohne zusätzliche Kosten. Hierfür setzt die DPDgroup auf ein Zusammenspiel aus drei ineinandergreifenden Prinzipien: Messen, Reduzieren und Ausgleichen. Bei der freiwilligen Kompensation klimaschädlicher Emissionen ist DPDgroup weltweit führend. Allein im Jahr 2017 wurden durch die DPDgroup 912.731 Tonnen CO2-Äquivalente ausgeglichen. Damit verantwortet die DPDgroup beinahe fünf Prozent der gesamten freiwillig ausgeglichenen CO2-Emmissionen in Europa. Gleichzeitig sinken die CO2-Emmissionen pro Paket kontinuierlich. Das Ziel einer Reduktion der Emissionen pro Paket um zehn Prozent auf Basis des Jahres 2013 wurde im Jahr 2016 bereits erreicht.

Quelle + Bildquelle: DPD

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