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RZD, Siemens und Sinara-Gruppe: Vergrößerung des Parks an Hochgeschwindigkeitszügen

Symbolbild: Schiene und Weiche

Am Rande der Messe InnoTrans 2018, die vom 18. bis 21. September in Berlin stattfindet, haben die Russische Eisenbahnen AG, die Sinara-Gruppe AG, die Siemens AG und die Siemens Mobility GmbH heute eine Vereinbarung zur Erweiterung des Parks der Holding RZD an Hochgeschwindigkeitszügen unterzeichnet.

Ihre Unterschrift unter das Papier setzten der Geschäftsführer und Vorstandsvorsitzende der RZD Oleg Belosiorow, Siemens-Vorstand Roland Busch, der Vizepräsident der Sinara-Gruppe Jewgenij Grizenko und der CEO von Siemens Mobility Sabrina Soussan.

Gemäß der Vereinbarung erstellen RZD und Ural Locomotives (ein Joint Venture der Sinara-Gruppe und von Siemens) bis zum 31. März 2019 Unterlagen für die Unterzeichnung eines Vertrags zur Lieferung von 11 Hochgeschwindigkeitszügen (konstruktive Analoge des „Sapsan“) und 27 neuen Waggons, darunter zur Integrierung in die 16 bereits heute zum Park der RZD gehörenden „Sapsan“-Züge, um Zugverbünde mit elf Waggons zusammenzustellen. Darüber hinaus soll eine Zusatzvereinbarung zur technischen Wartung und Reparatur der Schienenfahrzeuge in Verlängerung des laufenden Servicevertrages zwischen Siemens und der RZD abgeschlossen werden.

Die beteiligten Seiten beabsichtigen, die Möglichkeit der Lizenzproduktion neuer Triebzüge und Waggons in Russland zu deren Einsatz im Personenverkehr mit Spurweite 1520 mm zu erörtern. Die neuen Züge ergänzen den bestehenden Park an „Sapsans“ auf der Strecke St. Petersburg – Moskau – Nischnij Nowgorod und erhöhen somit die Platzkapazität.

Bisher werden in Russland 16 Hochgeschwindigkeitszüge des Typs „Sapsan“ in einer Ausführung mit 10 Waggons betrieben. Sie verkehren auf der Strecke Moskau – St. Petersburg und St. Petersburg – Nischnij Nowgorod mit einer Geschwindigkeit von bis zu 250 km/h. Die Züge sind so gebaut, dass sie unter extremen Wetterbedingungen eingesetzt werden können, beispielsweise bei Temperaturen von -40 Grad bis 40 Grad. Sie zeichnen sich durch eine besonders hohe Zuverlässigkeit, Exaktheit und störungsfreie Funktionstüchtigkeit aus. Die „Sapsan“-Züge verkehren heute auch in Doppeltraktion (mit zwei gekoppelten Verbünden), um die ständig wachsende Nachfrage zu befriedigen, ohne die Zugfrequenz zu erhöhen.

Quelle: RZD, Bild: ©praisaeng / Fotolia

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