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Neuer Nachtexpress „Moon“ startet

Moon Nachtexpress: Joachim und Georg Kierdorf

Logistikunternehmen gibt es viele – Firmen, die die brandeiligen Sendungen rechtzeitig, sicher und zuverlässig in der Nacht befördern, nicht. Das will Georg Kierdorf mit seinem neuen Dienstleister „Moon“ ändern. „Das Geschäftsmodell ‚Nachtexpress‘ ist eine echte Nische der Express-Logistik“, sagt der Rheinländer mit langjähriger Erfahrung in der Branche. Allerdings ist sie eine extrem wichtige, weil es um die Zufriedenheit der Kunden geht. „Alles wird immer schneller – und kein Unternehmen ob im Automobil- oder Nutzfahrzeugbereich, Bau- oder Landmaschinen kann es sich leisten, lange auf Teile zu warten.“

Und genau da will Moon Nachtexpress Abhilfe schaffen. „Wir liefern werknächtlich zwischen 2 und 8 Uhr eilige Ersatzteile aus einem Zentral- oder Regionalersatzteillager in den Handel oder direkt in die Werkstatt.“ Die Zustellung erfolge ausschließlich an vereinbarte Depotplätze. Quittiert wird nur per Ablieferscan. „Die Verfolgung kann man ja heutzutage leicht mit Software lösen.“

Vorstand Georg Kierdorf hat zusammen mit seinem Bruder Joachim eine Reihe erfahrener Manager um sich geschart, allesamt mit einem Hintergrund in der Nacht-Logistik. Das Team hat vor der Gründung von Moon das marktführende Unternehmen Nox Nachtexpress aus dem TNT-Konzern herausgelöst, neu aufgestellt und erfolgreich saniert. Kierdorf ist gelernter Jurist und einer der Nachtexpress-Pioniere in Europa – seit 1984 bereits arbeitet er in der Branche, damals war er Mitbegründer von NVS.

Moon ist derzeit ein reines B2B-Geschäftsmodell für die Bereiche Automotive, Bau- und Landmaschinen. „Wir bieten eine durchgängige Zustellqualität von mindestens 99 Prozent an“, betont Kierdorf. Die wichtigste Grundlage des Konzepts sei, neben der stringenten Internationalisierung, der Wille zur ehrlichen Zusammenarbeit mit Kunden und Mitarbeitern. „Wir haben einen akuten Mangel bei den Fachkräften – und dem können wir nur begegnen, indem wir fair für die geleistete Arbeit zahlen.“

Subunternehmer und Zeitarbeiter, wie sie in anderen Unternehmen der Branche gang und gebe sind, gibt es bei Moon nur im Ausnahmefall. „Unsere Mitarbeiter sind angestellt – sie sind auch für schwierige Fälle geschult und bleiben im Unternehmen. Für uns ist das ein wichtiges Qualitätskriterium“, so Kierdorf. Einzig beim Transport setze die Firma auf Subunternehmer – und ist immer auf der Suche nach zuverlässigen Partnern in dem Bereich, „auch sie werden fair behandelt, gut und pünktlich bezahlt“.

Aktuell sind fünf Standorte in Betrieb, von Januar 2019 an gehen weitere Niederlassungen zur bundesweiten Flächendeckung ans Netz. In keinem dieser Zentren gibt es Band- oder automatische Sortieranlagen, „bei uns wird alles manuell sortiert, ein für uns sehr wichtiges Qualitätskriterium“, betont Kierdorf.

Die Geschäftsgründer halten im ersten Schritt eine Kapazität von rund 30.000 Packstücken pro Nacht vor; bis 2022 ist der Ausbau auf 200.000 Packstücke über 25 Niederlassungen geplant. Moon deckt Deutschland und 25 europäische Länder mit Express- und Nachtexpress-Verkehren nach einheitlichem Qualitätsstandard und Dienstleistungsportfolio ab. „Alle von ihnen sind namhafte und zuverlässige Partner.“ Maß- oder Gewichtsbeschränkungen gibt es nicht, in der Branche ist das ungewöhnlich. „Ein Lkw-Motor kann 1.000 Kilogramm und mehr wiegen, ein Mähmesser für einen Mähdrescher kann bis zu neun Meter lang sein.“ Und diese Teile sind ebenso dringend und notwendig wie kleine Teile für Autos oder Motorräder. „Ausfallzeiten gehen schnell in die Tausend Euro pro Stunde.“

Quelle: Moon Nachtexpress, Bild: Moon Nachtexpress / Joachim Rieger

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