Newsticker

Erster direkter Shuttlezug zwischen Rotterdam und Ungarn gestartet

Hafen Rotterdam: Logo

Budapest etabliert sich zunehmend als Logistikdrehscheibe. Mit dem neuen, von Rail Cargo Operator (RCO) angebotenen Zugshuttle erreichen Container ab sofort von Rotterdam aus Budapest in dreißig Stunden. Der Zug fährt seit Donnerstag zweimal pro Woche. Eine Verdoppelung der Frquenz ist geplant.

Grund für den ersten Shuttle zwischen den beiden Städten ist die wachsende, in der ungarischen Hauptstadt ansässige Industrie. Diese macht die Stadt zu einem idealen Ausgangspunkt, um Güter auf der Schiene oder Straße weiter nach Osteuropa zu transportieren.

Der neue Shuttle entstand nach Anfragen verschiedener Transportunternehmen aus Rotterdam bei RCO nach einer direkten und schnellen Verbindung nach Budapest. „Eine anschließende Umfrage ergab, dass zahlreiche weitere Kunden von uns auch interessiert waren“, sagt Nenad Stancic, Department Manager North/West bei RCO. „Die Unternehmen möchten mit der direkten Verbindung aus Rotterdam kontinentale Tankcontainer und Short-Sea-Container schneller auf der Schiene transportieren. Der Zug ist jedoch auch für Deep-Sea-Container Richtung Ungarn und darüber hinaus eine interessante Option. Für die ungarische Seite sind vor allem die Verbindungen zwischen Rotterdam und Großbritannien, Irland und Portugal attraktiv.“

Stadt an der Donau
Seit dem 4. Oktober, fährt der Shuttle (LTE) in Budapest jeden Donnerstagmorgen um 7:00 Uhr und jeden Sonntagnachmittag um 17:00 Uhr vom BILK-Terminal ab. Danach fährt der Zug ohne Zwischenhalt durch Ungarn, Österreich, Deutschland und die Niederlande, um nach ungefähr 30 Stunden am Botlek Terminal in Rotterdam anzukommen. Dienstags um 14:00 Uhr und freitags um 23:00 Uhr fährt der Zug aus Rotterdam wieder zurück nach Budapest. „Vorläufig fährt der Shuttle zwei Mal pro Woche, nächstes Jahr möchten wir die Frequenz auf vier Hin- und Rückfahrten erhöhen“, fügt Stancic hinzu.

Erdöl und Rohstoffe
Der große Vorteil einer Schienengebundenen Verbindung liegt in der Zeitersparnis im Vergleich zu indirekten Verbindungen. Die Zugverbindung eignet sich für Auflieger, Tankcontainer und Container von 20, 30, 40 und 45 Fuß. Der Zug kann jeweils 80 TEU transportieren, die Container dürfen dabei bis zu 36 Tonnen wiegen. „Wir transportieren mit dem Zug sehr viele unterschiedliche Produkte – von Erdöl und Rohstoffen bis hin zu Verbrauchsgütern,“ erläutert Stancic: „Budapest ist der Motor der ungarischen Wirtschaft, die Industrie verzeichnet dort starkes Wachstum.“

Wachstumsmärkte
„Wir freuen uns sehr, dass die jahrelange, gute Zusammenarbeit mit RCO bei der Erschließung der Route Österreich-Rotterdam nun auch in Ungarn fortgesetzt wird. Diese Verbindung ist eine wichtige Ergänzung unseres Schienennetzwerks“, sagt Matthijs van Doorn, Logistics Manager beim Hafenbetrieb Rotterdam. „Unsere Kunden können ab jetzt nicht nur Budapest mit einer Direktverbindung erreichen: Die Container können von dort aus bequem in Wachstumsländer wie zum Beispiel Rumänien und die Türkei weitertransportiert werden. Es bestehen auch Schienenverbindungen nach China.“

Quelle: Hafen Rotterdam, Bild: Hafen Rotterdam

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*