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Der Hamburger Hafen: Tor zur Welt auch für Tschechien und die Slowakei

Symbolbild: Frachtschiff auf See

Der Hamburger Hafenabend in Prag stand am 11. Oktober 2018 ganz im Zeichen der Metrans, die vor genau 70 Jahren gegründet wurde. Hamburg, Tschechien und die Slowakei sind seit Jahrhunderten durch die Flüsse Moldau und Elbe verbunden. Im Zeitalter der Moderne sind Bahn und Lkw als wichtige Ergänzung dazu gekommen. Mehr als 465.000 Container wurden 2017 zwischen dem Hamburger Hafen und tschechischen Containerterminals transportiert und zeigen die Bedeutung der Verbindungen.

„Zu den guten Ergebnissen hat in überwiegendem Maße das zuverlässige Intermodalnetz und der Service der HHLA-Tochterfirma Metrans zwischen Hamburg und Mitteleuropa beigetragen“, so Vladimir Dobos, Leiter der Hafen Hamburg Marketing Repräsentanz in Prag. „Metrans wurde am 15. Oktober 1948 in der damaligen Tschechoslowakei gegründet. Ihre gegenwärtige erfolgreiche und eng mit dem Hamburger Hafen verbundene Form sowie die ‚intermodale‘ Geschichte sind in den neunziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts entstanden.“

Ingo Egloff, Vorstand von Hafen Hamburg Marketing ergänzte: „Es gibt nur wenige andere Standorte, die in einer derart hohen Dichte mit Abfahrten der Eisenbahn mit dem Hamburger Hafen verbunden sind wie Prag, Dunajská Streda und die anderen Städte in Tschechien und der Slowakai. Ganz entscheidend dazu beigetragen hat hierzu ein gemeinsames Unternehmen, die Firma Metrans, dass diese Erfolgsgeschichte geschrieben wurde.“ Egloff erinnerte dabei auch an den Mann, der eng mit dieser Geschichte verbunden ist: Jiří Samek, der 1991 in Prag die neuzeitige Form der Metrans gründete.

Heute ist Metrans der erfolgreichste Bahnoperateur im Intermodalverkehr nach Zentral- und Osteuropa und verbindet Tschechien, die Slowakei, Ungarn und weitere Länder der Region über leistungsstarke Shuttlezüge und eigene Containerterminals im Binnenland mit den deutschen Seehäfen. Im Durchschnitt verlässt alle fünf Stunden ein Zug den Hamburger Hafen mit Containern aus aller Welt, insgesamt fahren für Metrans etwas 400 Züge pro Woche. Von den Umschlaganlagen in Tschechien und der Slowakei werden die Container per Bahn oder Lkw weiter zum Kunden transportiert – bis nach Slowenien, Österreich oder Ungarn. Tschechien liegt verkehrsgeografisch in der Mitte Europas und zählt zu den nach der EU-Erweiterung sich schnell entwickelnden Wachstumsmärkten. Der Hamburger Hafen bietet aufgrund seiner kurzen Distanz zu Tschechien vielfältige Transportmöglichkeiten für die schnelle Abwicklung tschechischer Import- und Exportgüter. Unter den rund drei Millionen Tonnen, die jährlich via Hafen Hamburg von und nach Tschechien transportiert werden, dominieren auf der Importseite Elektronik, chemische Erzeugnisse, Maschinen, Brenn- und Schmierstoffe. Tschechische Exportgüter, die Hamburgs engmaschiges Netz an 120 weltweiten Linienverbindungen nutzen, sind vor allem Kraftfahrzeugteile, Kraftfahrzeuge, Elektronik, Maschinen und chemische Erzeugnisse.

Egloff wies in seiner Rede auch darauf hin, dass nun rechtlich die Voraussetzungen geschaffen worden sind, um mit dem Bau der Fahrrinnenanpassung von Unter- und Außenelbe beginnen zu können. Mit der Fahrrinnenanpassung können Seeschiffe künftig unabhängig von der Tide mit 13,50 Meter und unter Nutzung der Flutwelle mit 14,50 Meter Tiefgang aus Hamburg auslaufen. Für die Schifffahrt bringt die Fahrrinnenanpassung einen Meter mehr Tiefgang und damit entscheidende Vorteile. So können Containerschiffe pro Schiffsanlauf rund 1.800 Container (TEU) mehr transportieren und durch die Begegnungsbox vor Hamburg wird die Elbe auch für Großschiffe in beide Richtungen ohne die bisherigen Restriktionen passierbar.

Vor 28 Jahren wurde die Repräsentanz von Hafen Hamburg Marketing (HHM) in Prag eröffnet, die Gastgeberin des Hamburger Hafenabends mit etwa 250 Gästen war. Sie sorgt mit ihrem Engagement dafür, dass die vielfältigen Kontakte zur Wirtschaft in Tschechien und der Slowakei zum gegenseitigen Nutzen mit den Hafen Hamburg Marketing Mitgliedsunternehmen intensiv gepflegt und zielgerichtet ausgebaut werden.

Quelle: Hafen Hamburg, Bild: ©Kalyakan/Fotolia

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