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Nachhaltige Lösungen für Paketzustellungen finden

Frankfurt UAS: Prof. Dr.-Ing. Petra K. Schäfer, Leiterin der Fachgruppe Neue Mobilität und Professorin für Verkehrsplanung

Das Bundesmodellprojekt „Zustellverkehre kundenfreundlich, nachhaltig, flexibel und transparent. Durch Emissionsfreiheit“ (ZUKUNFT.DE) hat im Oktober 2018 auf der Verkehrsministerkonferenz in Hamburg Förderbescheide für die Umsetzung nachhaltiger Lösungen für die Kurier-/Express- und Paketbranche (KEP) erhalten. Sie wurden vom Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur Andreas Scheuer überreicht.

Die Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS) ist neben weiteren Projektpartnerinnen und -partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft an ZUKUNFT.DE beteiligt. Sie betreibt innerhalb der Fachgruppe Neue Mobilität die wissenschaftliche Begleitforschung, Analyse und Evaluation der Prozesse auf Basis von qualitativen Erhebungen, die Umweltbilanzierung der Elektrifizierung von KEP-Flotten auf kommunaler Ebene und leitet daraus strategische Handlungsempfehlungen ab. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur unterstützt das Bundesmodellprojekt mit rund 9,9 Mio. Euro.

Die massiven Zuwachsraten durch den Online-Versandhandel führen in der innerstädtischen Paketzustellung zu einem signifikant erhöhten Verkehrsaufkommen. „Wir entwickeln mit ZUKUNFT.DE nachhaltige Lösungen für eine emissionsfreie und kostensparende KEP-Branche. Mit Einsatz von elektromobilen Fahrzeugen werden wir den städtischen Lieferverkehr deutlich verbessern“, erklärt Prof. Dr. Petra K. Schäfer, Leiterin der Fachgruppe Neue Mobilität und Professorin für Verkehrsplanung an der Frankfurt UAS.

Im Rahmen des Vorhabens werden aus überwiegend großindustrieller Fertigung (Daimler und Volkswagen) rund 500 emissionsfreie E-Transporter der 3,5 t Klasse (u.a. E-Crafter und E-Sprinter) in den Innenstädten deutscher Metropolen zum Einsatz gebracht. Dies betrifft u.a. die Städte Frankfurt, Hamburg, Stuttgart, Heilbronn, Mannheim und Darmstadt. Vier Unternehmen der KEP-Branche (DPD, GLS, Hermes, UPS) beteiligen sich an dem Projekt. Neben der Umstellung der Fuhrparks auf saubere Antriebstechnologie und der Praxiserprobung dieser E-Fahrzeuge sollen zugleich auch das Lade- und Lastmanagement an den betreffenden Depotstandorten optimiert werden. Ein wichtiges Ziel des Vorhabens ist es, Konzepte zur Skalierbarkeit für einen flächendeckenden bundesweiten Einsatz vorzubereiten.

„Eine verantwortliche Technologiefolgenabschätzung bedeutet immer auch, den Fokus auf gesellschaftliche Akzeptanz und die Verhaltensänderung der Nutzerinnen und Nutzer zu legen. So trivial dies klingen mag, aber Akzeptanz entsteht immer erst dann, wenn die Nutzerin oder der Nutzer den konkreten Nutzen des Technologieeinsatzes für sich erschließen kann. Unser Interesse als Frankfurt University of Applied Sciences ist deshalb darauf gerichtet, das Innovationspotenzial von ZUKUNFT.DE in Bezug auf die Implementierung neuer Technologie abbilden zu können, die hierfür maßgeblichen Prozesse zu analysieren und hierbei auch den ‚Faktor Mensch‘ zu reflektieren. ZUKUNFT.DE weist eine hohe Komplexität auf“, so Prof. Dr. Ulrich Schrader, Vizepräsident für Forschung, Weiterbildung und Transfer an der Frankfurt UAS.

Insgesamt kooperieren bei ZUKUNFT.DE neben der Frankfurt UAS elf Projektpartnerinnen und -partner: Die hySolutions GmbH als Projektleitung, die DAIMLER AG, die Volkswagen Nutzfahrzeuge AG, DPD Deutschland GmbH, die General Logistics Systems Germany GmbH & Co OHG, die Hermes Germany GmbH, United Parcel Service Deutschland S.à.r.l. & Co. OHG, die Stromnetz Hamburg GmbH, die Kühne Logistics University sowie das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO. Fünf weitere assoziierte Partner/-innen sind zudem an dem Verbundprojekt beteiligt.

Quelle: Frankfurt University of Applied Sciences, Bild: Stefanie Kösling/Frankfurt UAS

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