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Bertschi-Gruppe setzt Wachstumskurs fort

Bertschi: Kunststoff-Hub im Hafen von Antwerpen, der schrittweise zu einem Chemie-Logistik Terminal ausgebaut wird

Der Chemielogistiker Bertschi kann auf ein erfreuliches 2018 zurückblicken. Der Wachstumskurs der letzten Jahre wurde fortgesetzt. Dank dem guten wirtschaftlichen Umfeld und der Strategie der Globalisierung wurde 2018 ein Rekordumsatz von 960 Millionen Schweizer Franken erarbeitet. Die aktuelle Ertragslage ermöglicht auch 2019 erhebliche Investitionen in die Zukunft der Firma. Bei der digitalen Transformation der Geschäftsprozesse erzielte das Schweizer Familienunternehmen im letzten Jahr deutliche Fortschritte. Jan Arnet hat im August die Gruppenleitung erfolgreich übernommen.

Nachdem die Bertschi-Gruppe bereits im Vorjahr ein deutliches Wachstum verbuchen konnte, hat sich dieser Trend 2018 fortgesetzt. Der Gruppenumsatz ist um acht Prozent auf 960 Millionen Schweizer Franken gestiegen. Wie in den letzten Jahren verzeichneten dabei die global agierenden Einheiten das größte Wachstum. Sie erwirtschaften inzwischen einen Drittel des Gruppenumsatzes.

Die stärksten Impulse kamen aus Asien und Südamerika. Der wichtige China-Markt und die Verdoppelung der Lager- und Abfüllkapazitäten im Bertschi Chemie-Terminal Singapur für die Distribution in Südostasien waren bedeutende Treiber. Weiter konnte Bertschi mit der im Vorjahr neu gegründeten Tochterfirma in São Paolo den südamerikanischen Markt erfolgreich in ihr globales Netzwerk einbinden, was sich 2018 positiv auf das Gruppenwachstum auswirkte.

Die Ertragslage war im letzten Jahr stabil. Erfreulicherweise haben alle fünf Geschäftsbereiche zum guten Ergebnis beigetragen. Die Qualitätsdefizite des europäischen Schienengüterverkehrs haben 2018 eine Verbesserung der Ertragslage im Europageschäft vereitelt.

Jan Arnet hat im August 2018 erfolgreich die Nachfolge von Hans-Jörg Bertschi als CEO der Bertschi-Gruppe angetreten. „Die Übernahme der Gruppenleitung durch Jan Arnet erfolgte reibungslos. Damit sichern wir die Kontinuität der Firmenführung für unsere Kunden und Mitarbeitenden – aber auch die Zukunft als starkes, nachhaltiges Familienunternehmen“, kommentiert Hans-Jörg Bertschi, Executive Chairman.

Rekord-Investitionen in Digitalisierung und Kapazitätsentwicklung

Bertschi hat 2018 bedeutende Mittel in die Zukunft investiert. Die personellen Kapazitäten für die Software-Entwicklung wurden ausgebaut und die digitale Transformation vorangetrieben. Mit der Entwicklung und dem Rollout der TruckTracer App konnte ein Meilenstein umgesetzt werden. Mit dieser Applikation, die auch von allen Subunternehmern eingesetzt werden wird, erfasst jeder Fahrer bzw. jede Fahrerin mittels Smartphone alle Statusmeldungen des Transports auf einer zentralen Firmen-Plattform. Mit Hilfe der Echtzeit-Daten lässt sich die interne Transportplanung optimieren und die Kunden gewinnen Visibilität und mehr Planungssicherheit für ihre Lieferketten.

Für den Ausbau der eigenen Tank/Silo Container-Flotte wurden 2018 erhebliche Mittel eingesetzt. Sie wuchs um neun Prozent auf 34.500 Einheiten. Aber auch in die Terminal- und Lagerkapazitäten wurde viel investiert, vor allem an den Firmenstandorten Singapur, Antwerpen und Schwarzheide.

Mit viel Schwung ins neue Jahr

Die Aussichten für 2019 werden grundsätzlich positiv beurteilt, wenn auch einige konjunkturelle Unsicherheiten bestehen. „Die Bertschi-Gruppe will auch 2019 wachsen und investiert daher wieder stark in die Digitalisierung, die Containerflotte und die Terminal- und Lagerinfrastrukturen. Dabei soll neben Europa insbesondere die Präsenz in Asien weiter ausgebaut werden“, meint Hans-Jörg Bertschi.

Im Hafen von Antwerpen wurde 2018 ein neues Umschlagszentrum für Import, Handling und Lagerung von Kunststoffen aus Übersee erfolgreich in Betrieb genommen. Das Areal soll in den kommenden Jahren in Etappen zu einem bedeutenden Chemie-Logistik-Terminal erweitert werden. „Dabei sollen auch flüssige Gefahrengüter gelagert und die Verteiltransporte in Europa direkt ab dem Terminal per Schiene zu den europäischen Verbrauchszentren geführt werden. Mit unserem Bestreben, Straßentransporte wo möglich auf die umweltfreundliche und sichere Schiene zu verlagern, unterstreichen wir die nachhaltige Unternehmensstrategie von Bertschi“, kommentiert Jan Arnet (CEO).

Mit der Strategie der Globalisierung und Digitalisierung ist in den letzten Jahren der Personalbestand am Hauptsitz des Familienunternehmens in Dürrenäsch stark gewachsen. Ein erweitertes Bürogebäude kann in diesen Wochen schrittweise bezogen werden. Neben modernen Büroarbeitsplätzen entstehen auch eine Kantine mit Gastronomieküche, Cafeteria und Terrasse sowie ein speziell gestalteter Erholungsbereich im Grünen. „Wir wollen mit attraktiven Arbeitsplätzen abseits der großen Zentren talentierte Leute anziehen und damit den Grundstein für die zukünftige Entwicklung der Firma legen“, so Jan Arnet.

Die digitale Transformation bleibt 2019 ein Schwerpunktthema. Im Fokus stehen Geschäftsprozesse, die mit digitalen Lösungen effizienter, sicherer und kundenfreundlicher gestaltet werden sollen. „Die Digitalisierung der Prozesse wird es uns ermöglichen, repetitive Tätigkeiten zu automatisieren. Aber auch im digitalen Zeitalter bleiben die Mitarbeitenden im Zentrum des Geschehens. Sie können sich noch stärker der persönlichen Kommunikation mit Kunden und Partnern sowie dem Lösen komplexer logistischer Herausforderungen widmen. Davon gibt es mehr als genug“, so Hans-Jörg Bertschi.

Quelle: Bertschi, Bild: Bertschi Gruppe

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