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Hafen Rotterdam: Verdopplung der Railshuttle-Frequenz nach Weil am Rhein zum „Tor der Schweiz“

Multi Modal Rail Captrain in Weil am Rhein

Weil am Rhein ist auch unter der Bezeichnung „Tor zur Schweiz“ bekannt. Die deutsche Stadt im Dreiländereck von Deutschland, Frankreich und der Schweiz bildet den Anfangs- und Endpunkt des befahrbaren Rheins. Multi Modal Rail hat seit einiger Zeit eine direkte Bahnverbindung zwischen Rotterdam und Weil am Rhein eingerichtet. Ab Februar 2019 wird die Frequenz des Bahnverkehrs erhöht und die Züge fahren zukünftig zweimal die Woche.

Weil am Rhein liegt in unmittelbarer Nachbarschaft von Basel, der drittgrößten Stadt der Schweiz, und ist ein bedeutender internationaler Knotenpunkt für Schienenwege und Autobahnen. In der Stadt gibt es eine florierende Pharma- und Chemieindustrie. „Die langfristige Strategie von Multi Modal Rail sah ursprünglich die Anbindung von Basel anhand von Binnenschiffen über den Rhein vor“, erklärt Toon Habers, Hauptgeschäftsführer von Multi Modal Rail. „Vor der Umsetzung brach allerdings ein langer Zeitraum mit extrem niedrigem Wasserstand an. Um uns trotzdem weiterentwickeln zu können, haben wir unsere Pläne geändert und uns auf den Schienenverkehr konzentriert. Eine umweltfreundliche und zuverlässige Transportart.“

In fünfzehn Stunden in Weil am Rhein

Im November begann die Testphase. Seitdem fährt der Zug einmal die Woche nach Weil. Die Verbindung war bei den Kunden von Multi Modal Rail sofort sehr beliebt. Deswegen wird die Frequenz jetzt auf zweimal wöchentlich erhöht. Der Zug fährt jeden Dienstagmorgen aus Rotterdam ab und erreicht die deutsche Grenzstadt spätabends am selben Tag. Mittwochnachmittag tritt er die Rückreise an. Am Freitagnachmittag bricht er wieder in Rotterdam auf und am Samstagnachmittag macht er sich von Weil am Rein aus auf den Rückweg. Habers: „Wir bedienen vier Terminals in Rotterdam direkt: ECT, RWG, APMT und Euromax. Außerdem arbeiten wir mit dem Portshuttle zusammen. Portshuttle nutzt die Restkapazität unserer Züge für den Transport von Containern zwischen den Terminals. Das funktioniert in zwei Richtungen. Container, die wir von anderen Terminals benötigen, werden im Zug eines anderen Bahnbetreibers mitgenommen, der die Strecke sowieso fährt. Die perfekte Lösung. Von Rotterdam aus braucht der Zug fünfzehn Stunden bis zum Duss-Terminal in Weil am Rhein.“

Duss-Terminal mit Vorteilen

Der größte Vorteil des Duss-Terminals besteht darin, dass es genau auf der Grenze zwischen der Schweiz und der Europäischen Union liegt. „Das Terminal hat sowohl einen schweizerischen als auch einen europäischen Zollstatus. Dieser Umstand ist sehr interessant für unsere Kunden. Es handelt sich um einen bimodalen Knotenpunkt, der mit dem Zug und dem Lkw bedient werden kann. Wir haben in diesem Monat auch ein Büro beim Terminal eingerichtet, in dem der Handel sowie die Vor- und Nachbereitung der Transporte abgewickelt werden“, so Habers. „Das Büro wird von Stefan Leijdekkers geleitet. Er verfügt über umfassende Kenntnisse der Region und des intermodalen Transports.“ Der Zug befördert auf jeder Fahrt bis zu 1.500 Tonnen Tiefseecontainer und hat eine Ladekapazität von 96 TEU. „Wir transportieren alles Mögliche: von Bier, Möbeln und Papier bis hin zu Chemikalien und Mopeds.“

Multi Modal Rail betreibt bereits seit zwei Jahren eine Schienenverbindung zwischen Rotterdam und Straßburg, das rund 150 Kilometer von Weil am Rhein entfernt liegt. Das dortige Terminal hat eine gute Anbindung an die nordfranzösischen Industriegebiete. „In Kombination mit der Bahnverbindung nach Weil am Rhein können wir mit unserem trimodalen Service jetzt das ganze Oberrheingebiet entlang der französischen, deutschen und schweizerischen Grenze bedienen.“

Quelle: Hafenbetrieb Rotterdam, Bild: Copyright Multi Modal Rail

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