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Hermes geht neue Wege mit mobilem Mikrohub in Hamburg

Hermes: Zusteller mit Lastenrad am Mikrohub Hamburg

Hermes testet in Hamburg die Belieferung mit Lastenrädern und mobilen Mikrohubs: Damit macht der Paketdienst einen weiteren wichtigen Schritt zur umweltfreundlichen Belieferung von Innenstädten. Das Ziel ist eindeutig definiert: Mit dem Mobilitätskonzept „Urban Blue“ will Hermes bis zum Jahr 2025 die 80 größten Innenstädte Deutschlands emissionsfrei beliefern. Der aktuelle Test erfolgt in Kooperation mit der Shopping-Center-Betreiberin ECE Projektmanagement.

„Mobile Mikrohubs können ein weiterer Lösungsbaustein für die alternative und emissionsfreie Innenstadtlogistik sein: Aktuell testen wir an einem Hamburger Einkaufszentrum der ECE einen hydraulisch absenkbaren Anhänger als Mikrohub. So benötigen wir sehr wenig Fläche und können die Infrastruktur äußerst flexibel auf- und abbauen“, erklärt Michael Peuker, New Mobility Manager bei Hermes Germany. Ein großer Vorteil, da bereits vorhandene Flächen genutzt werden und besonders innenstadtnahe Flächen sehr rar sind.

Der zeitlich auf drei Monate begrenzte Pilottest findet am Hamburger Alstertal-Einkaufszentrum statt, das von der ECE Projektmanagement betrieben wird. „Wir profitieren an dem Standort von der ohnehin schon vorhandenen Center-Umgebung – wie überdachten Flächen, Sanitäranlagen und Sicherheitsmaßnahmen“, unterstreicht Klaus-Peter Wittleben, Manager Last Mile Hamburg bei Hermes Germany, die Vorteile der Kooperation.

„Für uns sind die Mikrohubs ein sehr interessanter Ansatz, um unsere Shopping-Center perspektivisch um eine Auslieferungsfunktion zu erweitern und so einen weiteren Schritt in Richtung Omnichannel-Plattform zu machen“, so Joanna Fisher, ECE-Geschäftsführerin für das Center Management. „Mit dem Pilotprojekt am Alstertal-Einkaufszentrum können wir gemeinsam Erfahrungen sammeln, ob und wie eine Auslieferung aus dem Center funktionieren kann.“

Das mobile Mikrohub der Firma Sommer verfügt über klappbare Regale, eine autarke Beleuchtung und ist hydaulisch bis annähernd zum Bodenniveau absenkbar. Es können einzelne, in Regalen sortierte, Pakete oder rollbare Container oder gar Lastenräder transportiert werden. Sommer hat seinen absenkbaren Anhänger speziell für die City-Logistik entwickelt. Das Mikrohub kann entweder dauerhaft an seinem Standort verbleiben oder morgens an einem Depot beladen werden und dann mit einem Transporter, der ohnehin in einem angrenzenden Gebiet Sendungen zustellt, an den gewünschten Ort verbracht werden. Ab dort übernimmt dann das Lastenrad die Zustellung.

E-Mobilität im Fokus: E-Transporter, elektrische Lastenräder und mobile Mikrohubs

Der Pilotversuch ist Teil des Mobilitätskonzepts „Urban Blue“: Hermes hat sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2025 die 80 größten Innenstädte Deutschlands emissionsfrei zu beliefern. Die Zustellung per Lastenrad mittels Mikrodepots kann vor allem in dichtbesiedelten Ballungsgebieten eine ergänzende emissionsfreie Zustellmethode sein. Des Weiteren plant Hermes in den nächsten Jahren mit Mercedes-Benz Vans 1.500 E-Transporter auf die Straßen zu bringen. Das Engagement von Hermes beim Einsatz elektrisch betriebener Transporter in der Paketzustellung reicht bis in die frühen 1990er Jahre zurück.

Quelle: Hermes, Bild: Hermes

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