Newsticker

Unter neuem Eigner steigert Wolgaster Hafengesellschaft den Güterumschlag

Symbolbild: Frachtschiff auf See

Die Wolgaster Hafengesellschaft setzt ihren Aufwärtstrend fort. Seit Anfang 2019 konnte das Unternehmen gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres im Güterumschlag um mehr als 10.000 Tonnen zulegen. Bereits 2018 hatte es gegenüber 2017 ein Jahresplus von 48.700 Tonnen auf 214.100 Tonnen gegeben. Hauptsächlich ging Massengut wie Getreide und Düngemittel über die Kaikante. Den jüngsten Anstieg erzielte Deutschlands östlichster Seehafen unter unternehmerisch neuen Vorzeichen. Seit Beginn des Jahres 2019 befindet sich die Wolgaster Hafengesellschaft im Besitz der Hafen Vierow GmbH.

Die Betriebsgesellschaft des vorpommerschen Hafens unweit von Lubmin bei Greifswald hatte sämtliche Anteile vom vorherigen Eigner, der städtischen Wowi Immobilien und Dienstleistungs GmbH in Wolgast, erworben. Der Betreiber des Südhafens in der Peene-Stadt wird im Firmenverbund mit der Hafen Vierow GmbH weiterhin als selbstständiger Betrieb am Markt agieren.

Neuer Geschäftsführer der Wolgaster Hafengesellschaft mbH ist Henning Bligenthal. Er führt zugleich die Geschäfte der Hafen Vierow GmbH und des Getreidehandelsunternehmens Viela Export GmbH mit Standorten in Vierow sowie Mukran auf der Insel Rügen. „Mit der unternehmerischen und strategischen Einbindung von Wolgast ergänzen und stärken wir unser maritimes Logistikkonzept an der vorpommerschen Küste. Auf Anforderungen unserer Kunden können wir noch flexibler reagieren und für die Zufuhr von Getreide die günstigen Bahnanschlüsse und Straßenanbindungen etwa zur Autobahn A20 nutzen“, betont Bligenthal.

Seit längerem bewährt sich etwa der seeseitige Getreidetransport von Vierow nach Mukran. Dort wird das Trockengut auf größere Frachtschiffe umgeladen, die den kleineren Hafen am Greifswalder Bodden nicht anlaufen können. Wolgast verfügt außerdem über eine direkte Verbindung zum mittel- und westeuropäischen Binnenwasserstraßennetz. So wurde in diesem Jahr erstmals russische Steinkohle im Südhafen umgeschlagen, bestimmt für Stahlwerke in Polen und Mitteldeutschland.

Neben der Nutzung von Synergien innerhalb des Firmenverbundes, etwa beim Einsatz von mobilem Ladegerät aus Vierow in Wolgast, plant die Hafen Vierow GmbH zukunftssichernde Investitionen im Wolgaster Südhafen. „Ein entsprechendes Nutzungskonzept wird bis Ende dieses Jahres erarbeitet“, kündigt Geschäftsführer Bligenthal an. Der etwaige Neubau einer Multifunktionshalle stehe ebenso auf der Agenda wie die Erschließung neuer Marktchancen im regionalen und internationalen Hafenumschlagsgeschäft.

Quelle: Wolgaster Hafengesellschaft, Bild: ©Kalyakan-Fotolia

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*