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Infraserv Logistics baut Mehrwertservices aus

Infraserv Logistics GmbH

150 Stahl-Schüttcontainer und eine sogenannte Absackanlage hat Infraserv Logistics für die Zusammenarbeit mit BASF angeschafft. Im Industriepark Höchst füllt der Logistik-Dienstleister dort ab Anfang Dezember 2018 wöchentlich mehrere hundert Tonnen Ammoniumchlorid in Säcke mit einem Inhalt von 25 Kilogramm.

Für die neue Frankfurter Produktionsanlage des Chemiekonzerns übernimmt Infraserv Logistics dabei die gesamte Abfüllung. Das Salz Ammoniumchlorid kann unter anderem in Trockenbatterien und Reinigungsmitteln sowie als Säureregulator in Tierfuttermitteln oder Hilfsmittel beim Gerben von Leder eingesetzt werden. Im Industriepark Höchst stellt BASF den Feststoff im Rund-um-die-Uhr-Betrieb her.

Darauf abgestimmt hat Infraserv Logistics einen Gesamtprozess entwickelt, der vom internen Werkstransport über die Abfüllung bis hin zur Lagerung angepasste Strukturen schafft und damit die Anforderungen des Kunden genau erfüllt. Kern des Prozesses ist dabei die vollautomatische Abfüllanlage der Firma Weber Waagenbau und Wägeelektronik aus Waghäusel, die Infraserv Logistics an einem eigenen Lagerstandort im Industriepark Höchst eingerichtet hat. Die vollautomatische Anlagenstraße kann aus Big-Bags und Containern beschickt werden. Über einen Pufferbehälter gelangt das Ammoniumchlorid dann zur Abfüllung in Kunststoffsäcke, die aus einer Schlauchfolie geformt werden. Inklusive Verdichtung, dem Absaugen von Restluft und einem Inhaltsaufdruck inklusive Chargennummer kann die Anlage 800 Säcke pro Stunde befüllen. Diese werden von einem angeschlossenen Roboter vollautomatisch palettiert, mit einer Stretchhaube überdeckt und etikettiert. In diesem Arbeitsschritt liegt die Kapazität bei 500 Säcken pro Stunde.

Der Dienstleister hat rund 1,5 Millionen Euro in das sogenannte Absackungssystem investiert. „Wir haben die Anlage so ausgewählt, dass sie uns selbst im Einschichtbetrieb doppelt so viele Säcke wie aktuell benötigt abfüllen kann“, berichtet Thomas Schmidt, Vorsitzender der Geschäftsführung von Infraserv Logistics. Somit verfügt Infraserv Logistics über einen ausreichenden Puffer für den Fall eines Anlagenstillstands. „Da die Firma Weber in der Region beheimatet ist und selbst in Notfällen kurzfristig für eine Reparatur bereitsteht, können wir auf eine Redundanz verzichten“, ergänzt er. Die Kapazität des Systems erlaubt so außerdem weitere Kundenaufträge.

Zur Anlage transportiert und dort eingefüllt wird das Ammoniumchlorid in Stahl-Schüttgutcontainern, die Infraserv Logistics an der Produktionsanlage bereitstellt. Fertig befüllte Container bringt der Dienstleister zu seinem Lager, in dem während der Tagschicht abgefüllt wird. Dafür hat Infraserv Logistics einen Pool von 150 Pendel-Containern angeschafft. Die fertig abgepackten Säcke lagert der Dienstleister für BASF bis zum Abverkauf ein.
„Mit der Absackung für BASF bauen wir unser Portfolio an Mehrwertservices weiter aus“, erklärt Thomas Schmidt und fügt hinzu: „Der Startinvest ermöglicht uns perspektivisch, weitere Kunden aus diesem Bereich zu gewinnen.“

Quelle: Infraserv Logistics, Bild: Maik Reuß/Infraserv Logistics

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