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BMVI fördert digitale Spedition Carrypicker für bessere Ladungsbündelung

Symbolbild: LKW auf Autobahn

Bisher wird im Straßengütertransport die Ladungsbündelung trotz sehr hoher Komplexität selbst in den größten Speditionen nach wie vor von Menschen durchgeführt. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) fördert jetzt ein Innovationsprojekt der digitalen Spedition Carrypicker, um diesen Vorgang mithilfe von Algorithmen effizienter zu gestalten.

Carrypicker hat ein Geschäftsmodell entwickelt, das das Problem der Ladungsbündelung, also die Kombination von Teil- zu Komplettladungen, im Straßengütertransport löst. Diese wird selbst in den größten Speditionen nach wie vor von Menschen durchgeführt. Das Hamburger Unternehmen errechnet dagegen in Bruchteilen von Sekunden mithilfe von Hochleistungs-Computern und intelligenten Algorithmen die jeweils beste Lösung für die Disposition von Transportgütern auf der Straße un kann damit eine profitable Ladungsbündelung durchführen.

Durch die Plattform können die Auslastung gesteigert und Marktpreise passgenauer und konsistenter ermittelt werden – in einem Maße, zu dem der Mensch nicht in der Lange ist. Die Tätigkeit der Disponenten wird somit schrittweise durch Algorithmen ersetzt, was die durchschnittliche Auslastung von derzeit 70 Prozent auf über 80 Prozent steigert. Hochgerechnet auf die Gesamtzahl an LKW auf deutschen Straßen hätte dies eine Reduktion des gesamten jährlichen CO2-Ausstoßes um bis zu 0,5 Prozent zur Folge. Das entspricht den gesamten Emissionen der Stadt Frankfurt am Main pro Jahr, die so eingespart werden könnten.

Innovationsprojekt „Yield Management in der Speditionsbranche“

Carrypicker hat jetzt das Projekt „Yield Management in der Speditionsbranche“ gemeinsam mit den Partner m2hycon UG, mi Solutions & Consulting GmbH und Assense Software Solutions GmbH sowie dem Bremer Institut für Strukturmechanik und Produktionsanlagen (bime) der Universität Bremen initiiert. Das laufende Projekt wird im Rahmen der Förderrichtlinie Modernitätsfonds („mFUND“) mit rund 2,5 Millionen Euro durch das BMVI gefördert.

Andreas Scheuer, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, erläutert: „Startups und digitale Pioniere sind unsere Zukunft. Mit unserem Förderprogramm ‚mFUND‘ unterstützen wir neue Ideen, Produkte und Geschäftsmodelle, die einen emissionsarmen Verkehr zum Ziel haben. Mit der Idee von Carrypicker gehören Leerkapazitäten in der Logistik-Branche der Vergangenheit an.“

Andreas Karanas, Gründer und Geschäftsführer von Carrypicker, erklärt: „Ich freue mich sehr über die Förderung dieses Forschungsprojekts durch das BMVI, denn ich habe Carrypicker mit der Vision gegründet, das Kernproblem im Straßengütertransport zu lösen: die profitable Bündelung von Teilladungen. Wir haben daher ein System entwickelt, bei der die Teilladung der Ausgangspunkt für die Planung der weiteren Prozesskette ist. Das ist einzigartig, denn digitale Anbieter denken heute ausschließlich in Komplettladungen. Durch die Förderung können wir unser System weiter optimieren und neue Maßstäbe in der Logistikbranche setzen.“

Kontinuierliche Steigerung der Profitabilität

Das Projekt nutzt unter Federführung von Carrypicker in einer hochskalierbaren Cloud Computing-Umgebung modernste mathematische Methoden aus dem Umfeld Künstlicher Intelligenz, Machine Learning und Predictive Analytics, um Modelle für eine dynamische Preis-Mengen-Steuerung zu entwickeln. Ziel ist es, Transportaufträge durch aktives Yield Management zu bepreisen, in Echtzeit auf existierende Leerkapazitäten zu verteilen oder aktiv notwendige Zusatzkapazitäten digital anzufragen und alles in hocheffizient optimale Touren zu bündeln.

Quelle: Carrypicker, Bild: ©Mike Mareen / Fotolia

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