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„5G-MOBIX“: Mobil mit 5G auf Europas Straßen

TU Berlin: Charlottenburger Tor

Tausendmal höhere Übertragungsgeschwindigkeiten von digitalen Daten – dieses Versprechen des Mobilfunkstandards 5G, dessen Einführung unmittelbar bevorsteht, rückt die Aussichten auf eine sprunghafte Entwicklung des autonomen Fahrens in greifbare Nähe. Damit nun autonom fahrende Autos und Transporter nicht an den Grenzen Halt machen müssen, forschen EU-weit 46 Partner im neuen Projekt „5G-MOBIX“ an der Sicherstellung des vernetzten, autonomen Fahrens auch grenzüberschreitend. Es wird im Rahmen des Horizon-2020-Programms der EU mit 26,5 Millionen Euro gefördert. In Deutschland wird das Projekt vom DAI-Labor der TU Berlin geleitet.

„In einer vernetzten und digitalisierten Welt, wo die Daten in Mengen und in Millisekundenschnelle fließen müssen, reicht der derzeitige Standard 4G, bekannt unter dem Kürzel LTE, längst nicht mehr aus; vor allem für das autonome Fahren“, sagt Prof. Dr. Sahin Albayrak. Der Informatiker hat das DAI-Labor an der TU Berlin aufgebaut (Distributed Artificial Intelligence Laboratory) und leitet das Fachgebiet Agententechnologien in betrieblichen Anwendungen und der Telekommunikation. Das neue Projekt „5G-MOBIX“ ist Bestandteil des 5G-Aktionsplans für Europa (5GAP), das die digitale Transformation vorantreiben will, insbesondere im Bereich der vernetzten und automatisierten Mobilität (CAM). Es steht im Zusammenhang mit dem Aufbau der digitalen Teststrecke „DIGINET-PS“ mitten in Berlin, das derzeit ebenfalls durch das DAI-Labor realisiert wird. Dabei stellen Sensoren riesige anonymisierte Datenmengen bereit, aus denen durch intelligente Verfahren wichtige Informationen gewonnen werden können, die die Kommunikation zwischen Fahrzeugen auf dieser Strecke quasi in Echtzeit ermöglicht und damit das automatisierte Fahren. Mithilfe eines dichten Netzes dieser Sensoren soll mit Autos, Bussen und anderen Fahrzeugen das automatisierte Fahren in seiner ganzen Komplexität abgebildet und getestet werden. „Dafür ist ein schneller und zuverlässiger Datentransfer mit 5G unentbehrlich“, so Sahin Albayrak. Das Vorhaben wird vom Bundesministerium für Verkehr und Digitale Infrastruktur (BMVI) innerhalb der „Strategie automatisiertes und vernetztes Fahren“ mit 3,7 Millionen Euro gefördert. In dem neuen „5G-MOBIX“-Projekt sollen für Deutschland nun zunächst die Teststrecke in Berlin sowie das Testlabor in Stuttgart mit 5G ausgestattet werden.

Mittelfristig will „5G-MOBIX“ die Vision des vernetzten und automatisierten Fahrens für europäische Verkehrswege umsetzen. Das Konsortium der 46 europäischen Projektpartner führt die Public Private Partnership ERTICO ITS EUROPE. Es wird im europäischen Forschungsförderprogramm „Horizon 2020“ mit insgesamt 26,5 Millionen Euro gefördert. Das deutsche Konsortium, das vom DAI-Labor geführt wird, arbeitet mit den drei Partnern GT-ARC gGmbH, der Daimler AG sowie der Fraunhofer-Gesellschaft zusammen, die alle als An-Institute beziehungsweise durch gemeinsame Berufungen mit der TU Berlin verbunden sind.

here Quelle: TU Berlin, Bild: © TU Berlin/PR/Jacek Ruta

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